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	<title>Heymanns Strafrecht Online Blog &#187; Ermächtigungsgrundlage</title>
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	<description>herausgegeben von RA Detlef Burhoff, RiOLG a.D.</description>
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		<title>3. Reparaturentscheidung (?) aus Karlsruhe &#8211; oder: 2 BvR 941/08 und (k)ein (?) Ende</title>
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		<pubDate>Tue, 21 Jun 2011 07:38:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Detlef Burhoff</dc:creator>
				<category><![CDATA[Entscheidung]]></category>
		<category><![CDATA[StPO]]></category>
		<category><![CDATA[Straßenverkehrsrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Beweisverwertungsverbot]]></category>
		<category><![CDATA[BVerfG]]></category>
		<category><![CDATA[Ermächtigungsgrundlage]]></category>
		<category><![CDATA[Videomessung]]></category>
		<category><![CDATA[§ 100h StPO]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Beschl. des BVerfG v. 11.08.2009 &#8211; 2 BvR 941/08 hat für viel Wirbel und Aufregung gesorgt, den m.E. das BVerfG hätte vermeiden können/müssen, wenn es gleich in der Entscheidung zur Frage der Ermächtigungsgrundlage für die Messungen im Straßenverkehr Stellung genommen hätte. Das hat es aber nicht &#8211; lassen wir dahingestellt, ob es musste. Folge [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der <a href="http://blog.strafrecht-online.de/2009/08/ministeriums-erlass-reicht-nicht-fuer-videoueberwachung/" class="liinternal">Beschl. des BVerfG v. 11.08.2009 &#8211; 2 BvR 941/08</a> hat für viel Wirbel und Aufregung gesorgt, den m.E. das BVerfG hätte vermeiden können/müssen, wenn es gleich in der Entscheidung zur Frage der Ermächtigungsgrundlage für die Messungen im Straßenverkehr Stellung genommen hätte. Das hat es aber nicht &#8211; lassen wir dahingestellt, ob es musste.</p>
<p>Folge davon war dann ein Rechtsprechungswirrwarr und zwei &#8220;Reparaturbeschlüsse&#8221; aus Karlsruhe, nämlich <a href="http://blog.strafrecht-online.de/2010/09/die-luft-ist-ganz-duenn-100h-stpo-gilt-auch-fuer-videomessungen/" title="Die Luft wird ganz dünn, denn: § 100h StPO gilt auch für Videomessungen, sagt das BVerfG" class="liinternal">2 BvR 759/10</a> und <a href="http://blog.strafrecht-online.de/2010/09/die-luft-wird-duenner-bverfg-segnet-zum-zweiten-mal-100h-stpo-als-ermaechtigungsgrundlage-ab/" title="Die Luft wird dünner – BVerfG segnet zum zweiten Mal § 100h StPO als Ermächtigungsgrundlage ab" class="liinternal">2 BvR 1447/10</a>, in denen dann die fachgerichtliche Ermächtigungsgrundlage § 100h StPO festgezurrt worden ist <img src='http://blog.strafrecht-online.de/wp-includes/images/smilies/icon_sad.gif' alt=':-(' class='wp-smiley' /> .</p>
<p>Nun gibt es einen dritten Reparaturbeschluss, der allerdings nicht unbedingt von Karlsruhe selbst zu verantworten ist, sondern von denjenigen, die die erste Entscheidung nicht aufmerksam gelesen haben. Dort hatte das BverfG nämlich schon ausgeführt, &#8220;dass es möglich erscheint, &#8220;dass die Fachgerichte einen Rechtsverstoß annehmen, der ein Beweisverwertungsverbot nach sich zieht&#8221;&#8230;&#8221;. Daraus konnte man nun wahrlich nicht ableiten, dass nach Auffassung des BVerfG in all diesen Fällen von einem Beweisverwertungsverbot auszugehen sei. Dazu nimmt jetzt das <a href="http://www.burhoff.de/asp_weitere_beschluesse/inhalte/1327.htm" class="liinternal">BVerfG, Beschl. v. 20.05.2011 &#8211; 2 BvR 2072/10</a> noch einmal ausdrücklich Stellung und verweist auf diese Passage.</p>
<p>M.E. dürfte damit die Verteidigung in diesem Bereich mit 2 BvR 941/08 &#8211; so es denn überhaupt noch geht &#8211; endgültig erledigt sein.</p>
<div class="al2fb_anchor"><a href="http://www.facebook.com/permalink.php?story_fbid=209234922447613&id=157368150967624" target="_blank">Facebook</div></a>]]></content:encoded>
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		<title>Wochenspiegel für die 8. KW, oder wir blicken mal wieder über den Tellerrand</title>
		<link>http://blog.strafrecht-online.de/2011/02/wochenspiegel-fuer-die-8-kw-oder-wir-blicken-mal-wieder-ueber-den-tellerrand/#utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=wochenspiegel-fuer-die-8-kw-oder-wir-blicken-mal-wieder-ueber-den-tellerrand</link>
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		<pubDate>Tue, 22 Feb 2011 08:41:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Detlef Burhoff</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wochenspiegel]]></category>
		<category><![CDATA[Ermächtigungsgrundlage]]></category>
		<category><![CDATA[Kachelmann]]></category>
		<category><![CDATA[Pflichtverteidiger]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir berichten &#8211; nicht über KT von Guttenberg, weil das zu viel wird &#8211; über Pflichtverteidigerliste Die Buchungsbestätigung des Rechtsanwalts. Über Kachelmann, hier, hier. Über eine blöde Ausrede. Über eine offensichtlich als überflüssig angesehene Verlesung der Anklage. Der versuchte Fahrraddiebstahl live. Der Strafverteidiger und die Presse, nicht immer einfach. Beweisverwertungsverbot bei Messung durch Privatperson. Nochmals [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir berichten &#8211; nicht über KT von Guttenberg, weil das zu viel wird &#8211; über</p>
<ol>
<li><a href="http://ra-melchior.blog.de/2011/02/15/pflichtverteidigerliste-10597457/" target="_blank" class="liexternal">Pflichtverteidigerliste</a></li>
<li>Die <a href="http://ra-melchior.blog.de/2011/02/15/pflichtverteidigerliste-10597457/" target="_blank" class="liexternal">Buchungsbestätigung des Rechtsanwalts</a>.</li>
<li>Über <a href="http://rechtsanwaeldin.blogspot.com/2011/02/jorg-kachelmann-memories-erinnerungen.html?utm_source=feedburner&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=Feed%3A+DieRechtsanwaeldin+%28Die+Rechtsanwaeldin%29" target="_blank" class="liexternal">Kachelmann</a>, <a href="http://stscherer.wordpress.com/2011/02/17/fall-kachelmann-hollywood-und-zurich-liegen-weit-auseinander/" target="_blank" class="liexternal">hier</a>, <a href="http://rechtsanwaeldin.blogspot.com/2011/02/fall-kachelmann-sadisten-bei-sta.html?utm_source=feedburner&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=Feed%3A+DieRechtsanwaeldin+%28Die+Rechtsanwaeldin%29" target="_blank" class="liexternal">hier</a>.</li>
<li>Über eine <a href="http://ra-melchior.blog.de/2011/02/15/bloedeste-ausrede-tages-10596371/" target="_blank" class="liexternal">blöde Ausrede</a>.</li>
<li>Über eine offensichtlich als überflüssig angesehene <a href="http://strafprozess.blogspot.com/2011/02/muss-ich.html" target="_blank" class="liexternal">Verlesung der Anklage</a>.</li>
<li>Der <a href="http://www.sokolowski.org/blog/strafrecht/live-ubertragung-eines-versuchten-fahrraddiebstahls/4733/" target="_blank" class="liexternal">versuchte Fahrraddiebstahl</a> live.</li>
<li>Der <a href="http://kanzleiundrecht.wordpress.com/2011/02/16/der-strafverteidiger-und-die-presse/" target="_blank" class="liexternal">Strafverteidiger und die Presse</a>, <a href="http://strafverteidiger-feltus.blogspot.com/2011/02/doofe-frage-und-eine-saudumme-antwort.html" target="_blank" class="liexternal">nicht immer einfach</a>.</li>
<li><a href="http://ra-melchior.blog.de/2011/02/15/beweisverwertungsverbot-geschwindigkeitsmessung-privatperson-10595820/" target="_blank" class="liexternal">Beweisverwertungsverbot</a> bei Messung durch Privatperson.</li>
<li>Nochmals zur <a href="http://www.raflauaus.de/2011/02/%c2%a7-100-h-stpo-keine-ermachtigungsgrundlage-fur-das-blitzen/" target="_blank" class="liexternal">Ermächtigungsgrundlage</a> für das Blitzen, ist es wirklich § 100h StPO?</li>
<li><a href="http://drnozar.blogspot.com/2011/02/fahrtkosten-bei-einem-freispruch.html" target="_blank" class="liexternal">Fahrtkosten beim Freispruch</a>.</li>
</ol>
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		<title>Die Luft wird ganz dünn, denn: § 100h StPO gilt auch für Videomessungen, sagt das BVerfG</title>
		<link>http://blog.strafrecht-online.de/2010/09/die-luft-ist-ganz-duenn-100h-stpo-gilt-auch-fuer-videomessungen/#utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=die-luft-ist-ganz-duenn-100h-stpo-gilt-auch-fuer-videomessungen</link>
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		<pubDate>Fri, 03 Sep 2010 09:20:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Detlef Burhoff</dc:creator>
				<category><![CDATA[Entscheidung]]></category>
		<category><![CDATA[OWi]]></category>
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		<category><![CDATA[Ermächtigungsgrundlage]]></category>
		<category><![CDATA[Videomessung]]></category>
		<category><![CDATA[§ 100h StPO]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich hatte ja gerade schon über die neue Entscheidung des BVerfG v. 12.08.2010 &#8211; 2 BvR 1447/10 berichtet, vgl. hier. Nach einem ersten Lesen kann man sagen: Die Luft ist jetzt ganz dünn. Die Entscheidung betrifft nämlich Videomessungen. Dazu hatte sich der Beschl. v. 05.07.2010 2 BvR 759/10 - nicht geäußert. Damit wird die Luft [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich hatte ja gerade schon über die neue Entscheidung des<a href="http://www.bundesverfassungsgericht.de/entscheidungen/rk20100812_2bvr144710.html" target="_blank" class="liexternal"> BVerfG v. 12.08.2010 &#8211; 2 BvR 1447/10 </a>berichtet, vgl. <a href="http://blog.strafrecht-online.de/2010/09/die-luft-wird-duenner-bverfg-segnet-zum-zweiten-mal-100h-stpo-als-ermaechtigungsgrundlage-ab/" class="liinternal">hier</a>. Nach einem ersten Lesen kann man sagen: Die Luft ist jetzt ganz dünn. Die Entscheidung betrifft nämlich Videomessungen. Dazu hatte sich der <a href="http://blog.strafrecht-online.de/2010/07/da-ist-die-entscheidung-bverfg-100h-ist-ermaechtigungsgrundlage-fuer-blitzer-rom-locuta-causa-finita/" class="liinternal">Beschl. v. 05.07.2010 2 BvR 759/10 </a>- nicht geäußert. Damit wird die Luft nun wirklich ganz dünn. <img src='http://blog.strafrecht-online.de/wp-includes/images/smilies/icon_sad.gif' alt=':-(' class='wp-smiley' />  <img src='http://blog.strafrecht-online.de/wp-includes/images/smilies/icon_sad.gif' alt=':-(' class='wp-smiley' /> .</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Die Luft wird dünner &#8211; BVerfG segnet zum zweiten Mal § 100h StPO als Ermächtigungsgrundlage ab</title>
		<link>http://blog.strafrecht-online.de/2010/09/die-luft-wird-duenner-bverfg-segnet-zum-zweiten-mal-100h-stpo-als-ermaechtigungsgrundlage-ab/#utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=die-luft-wird-duenner-bverfg-segnet-zum-zweiten-mal-100h-stpo-als-ermaechtigungsgrundlage-ab</link>
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		<pubDate>Fri, 03 Sep 2010 09:05:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Detlef Burhoff</dc:creator>
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		<category><![CDATA[§ 100h StPO]]></category>

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		<description><![CDATA[Gerade meldet das BVerfG in einer PM zu seinem Beschl. v. 12. 08.2010 – 2 BvR 1447/10: Der Beschwerdeführer wurde vom Amtsgericht wegen fahrlässiger Unterschreitung des erforderlichen Sicherheitsabstandes im Straßenverkehr zu einer Geldbuße verurteilt. Die Verurteilung stützt sich im Wesentlichen auf das Ergebnis der durch eine geeichte Anlage vorgenommenen Abstandsmessung sowie die dabei angefertigten Videoaufnahmen, auf denen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gerade meldet das BVerfG in einer PM zu seinem <a href="http://www.bundesverfassungsgericht.de/entscheidungen/rk20100812_2bvr144710.html" target="_blank" class="liexternal">Beschl. v. 12. 08.2010 – 2 BvR 1447/10</a>:</p>
<blockquote><p><em>Der Beschwerdeführer wurde vom Amtsgericht wegen fahrlässiger Unterschreitung des erforderlichen Sicherheitsabstandes im Straßenverkehr zu einer Geldbuße verurteilt. Die Verurteilung stützt sich im Wesentlichen auf das Ergebnis der durch eine geeichte Anlage vorgenommenen Abstandsmessung sowie die dabei angefertigten Videoaufnahmen, auf denen der Beschwerdeführer zu erkennen ist. Das Oberlandesgericht verwarf dessen Rechtsbeschwerde als unbegründet.</em></p>
<p>Seine hiergegen erhobene Verfassungsbeschwerde hat die 2. Kammer des Zweiten Senats des Bundesverfassungsgerichts nicht zur Entscheidung angenommen. Die Verfassungsbeschwerde hat keine grundsätzliche Bedeutung. Des Weiteren ist der Beschwerdeführer durch die angegriffenen Entscheidungen weder in seinem allgemeinen Persönlichkeitsrecht aus Art.<br />
2 Abs. 1 i. V. m. Art. 1 Abs. 1 GG verletzt noch verstoßen diese gegen das Willkürverbot.</p>
<p>Es ist verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden, dass die Gerichte die Vorschrift des § 100h Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 StPO als Rechtsgrundlage für die Anfertigung von Videoaufnahmen zum Beweis von Verkehrsverstößen herangezogen haben. Die Norm erlaubt die Anfertigung von Bildaufnahmen ohne Wissen des Betroffenen, wenn die Erforschung des Sachverhalts auf andere Weise weniger Erfolg versprechend oder erschwert wäre. Dies gilt sowohl für die Anfertigung von Einzelaufnahmen als auch von Videoaufnahmen. Auch die Auslegung und Anwendung dieser Norm durch die Fachgerichte zeigt keine Verletzung spezifischen Verfassungsrechts. Zwar stellen Bildaufnahmen mittels einer Identifizierungskamera einen Eingriff in das Recht des Betroffenen auf informationelle Selbstbestimmung dar. Der Zweck derartiger Maßnahmen der Verkehrsüberwachung, nämlich die Aufrechterhaltung der Sicherheit des Straßenverkehrs und damit der Schutz von Rechtsgütern mit erheblichem Gewicht, rechtfertigen jedoch eine Beschränkung der grundrechtlichen Freiheiten. Dabei ist zu berücksichtigen, dass, auch wenn es sich um verdeckte Datenerhebungen handelt, nur Vorgänge auf öffentlichen Straßen aufgezeichnet werden, die grundsätzlich für jedermann wahrnehmbar sind. Die Maßnahme zielt zudem nicht auf Unbeteiligte, sondern ausschließlich auf Fahrzeugführer, die selbst Anlass zur Anfertigung von Bildaufnahmen gegeben haben, da der Verdacht eines bußgeldbewehrten Verkehrsverstoßes besteht. Schließlich entfaltet die Maßnahme über die Ahndung der Verkehrsordnungswidrigkeit hinaus grundsätzlich keine belastenden Wirkungen für den Betroffenen. Denn es bestehen in § 101 StPO hinreichende grundrechtssichernde über die Benachrichtigung sowie zur Kennzeichnung und Löschung von Daten. Vor diesem Hintergrund und angesichts des bezweckten Schutzes der Allgemeinheit vor erheblichen Gefahren für Leib und Leben im Straßenverkehr bestehen keine verfassungsrechtlichen Bedenken im Hinblick auf die Verhältnismäßigkeit der in Rede stehenden verkehrsrechtlichen Maßnahme.</p>
<p>Soweit im vorliegenden Fall auch Übersichtsaufnahmen von einer Brücke aus angefertigt wurden, ist bereits ein Eingriff in das Grundrecht des Beschwerdeführers auf informationelle Selbstbestimmung zu verneinen. Denn zum einen war nach den amtsgerichtlichen Feststellungen eine Identifizierung der Fahrer oder Kennzeichen anhand der dauerhaft angefertigten Übersichtsaufnahmen nicht möglich. Zum anderen sind die Übersichtsaufnahmen nach ihrer Zweckbestimmung nicht auf eine Individualisierung des Betroffenen ausgerichtet; diese soll vielmehr ausschließlich durch die verdachtsabhängige Anfertigung von Bildaufnahmen mittels der am Fahrbahnrand aufgestellten Identifizierungskamera erfolgen.</p></blockquote>
<p>Auf den ersten Blick nichts Neues gegenüber dem Beschluss v. 05.07.2010, vgl. <a href="http://blog.strafrecht-online.de/2010/07/da-ist-die-entscheidung-bverfg-100h-ist-ermaechtigungsgrundlage-fuer-blitzer-rom-locuta-causa-finita/" class="liinternal">hier</a> und <a href="http://blog.strafrecht-online.de/2010/07/videomessung-5-erste-punkte-aus-bverfg-2-bvr-75910-oder-in-zukunft-wird-es-schwer-werden/" class="liinternal">hier</a>. Aber das muss ich erst mal lesen. Dazu habe ich ja jetzt im Zug Zeit genug.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Und immer wieder Messverfahren &#8211; OLG Rostock zum Anfangsverdacht bei eso ES 3.0</title>
		<link>http://blog.strafrecht-online.de/2010/08/und-immer-wieder-messverfahren-olg-rostock-zum-anfangsverdacht-bei-eso-es-3-0/#utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=und-immer-wieder-messverfahren-olg-rostock-zum-anfangsverdacht-bei-eso-es-3-0</link>
		<comments>http://blog.strafrecht-online.de/2010/08/und-immer-wieder-messverfahren-olg-rostock-zum-anfangsverdacht-bei-eso-es-3-0/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 09 Aug 2010 08:49:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Detlef Burhoff</dc:creator>
				<category><![CDATA[Entscheidung]]></category>
		<category><![CDATA[OWi]]></category>
		<category><![CDATA[StPO]]></category>
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		<category><![CDATA[Anfangsverdacht]]></category>
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		<category><![CDATA[ES 3.0]]></category>
		<category><![CDATA[Grenzwert]]></category>
		<category><![CDATA[OLG Rostock]]></category>
		<category><![CDATA[Videomessung]]></category>
		<category><![CDATA[§ 100h StPO]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich hatte ja bereits darauf hingewiesen, dass sich die Diskussion nach der Entscheidung des BVerfG v. 05.07.2010 auf die Frage des Anfangsverdachts, dessen Vorliegen für die Anwendung des § 100h StPO erforderlich ist, verlagern wird. Deshalb sind die Entscheidungen interessant, die sich mit dieser Frage &#8211; allerdings noch ohne Kenntnis von der Entscheidung des BVerfG &#8211; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich hatte ja bereits darauf hingewiesen, dass sich die Diskussion nach der <a href="http://blog.strafrecht-online.de/2010/07/videomessung-5-erste-punkte-aus-bverfg-2-bvr-75910-oder-in-zukunft-wird-es-schwer-werden/" class="liinternal">Entscheidung des BVerfG v. 05.07.2010</a> auf die Frage des Anfangsverdachts, dessen Vorliegen für die Anwendung des § 100h StPO erforderlich ist, verlagern wird. Deshalb sind die Entscheidungen interessant, die sich mit dieser Frage &#8211; allerdings noch ohne Kenntnis von der Entscheidung des BVerfG &#8211; beschäftigen (vgl. auch <a href="http://blog.strafrecht-online.de/2010/07/messung-mit-leivtec-xv2-ag-prenzlau-zum-anfangsverdacht/" class="liinternal">AG Prenzlau</a>).</p>
<p>Dazu gehört jetzt auch ein <a href="http://www.strafrecht-online.de/inhalte/strafrechtliche-entscheidungen/aktuelle-urteile/olg-rostock-beschl-v-06072010-2-ss-owi-14710-i-11910/" class="liinternal">Beschl. des OLG Rostock v. 06.07.2010 &#8211; 2 Ss (OWi) 147/10 I 119/10</a>. Nach dem OLG Brandenburg (VRR 2010, 153 = DAR 2010, 280 (Ls.) = NJW 2010, 1471) und dem OLG Celle (StraFo 2010, 247  = NZV 2010, 363) ist dieses das dritte OLG, das die „Klippe“ des für die Anwendung des § 100h StPO als Ermächtigungsgrundlage erforderlichen Anfangsverdachts“ mit dem zuvor vom Messbeamten eingestellten Grenzwert umschiffen will. M.E. gelingt das nicht. Dass es sich dabei um eine „konkret-individuellen Ermittlungsentscheidung“ handelt, ist nicht mehr als eine Behauptung. „Konkret-individuell“? Gegen wen denn? Die Einstellung des Grenzwertes ist nicht mehr als eine allgemeine Entscheidung des Messbeamten.</p>
<p>Allerdings: Man sollte nicht übersehen, dass das BVerfG in seinem <a href="http://blog.strafrecht-online.de/2010/07/videomessung-5-erste-punkte-aus-bverfg-2-bvr-75910-oder-in-zukunft-wird-es-schwer-werden/" class="liinternal">Beschl. v 05.07.2010</a> die Frage auch wohl, wenn m.E. auch nur inzidenter, anders gesehen hat.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>(Video)Messung: 5 erste Punkte aus BVerfG 2 BvR 759/10, oder: In Zukunft wird es schwer werden&#8230;</title>
		<link>http://blog.strafrecht-online.de/2010/07/videomessung-5-erste-punkte-aus-bverfg-2-bvr-75910-oder-in-zukunft-wird-es-schwer-werden/#utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=videomessung-5-erste-punkte-aus-bverfg-2-bvr-75910-oder-in-zukunft-wird-es-schwer-werden</link>
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		<pubDate>Tue, 20 Jul 2010 17:13:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Detlef Burhoff</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Beweisverwertungsverbot]]></category>
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		<category><![CDATA[Ermächtigungsgrundlage]]></category>
		<category><![CDATA[ES 3.0]]></category>
		<category><![CDATA[Messverfahren]]></category>
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		<category><![CDATA[§ 100h StPO]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Entscheidung des BVerfG v. 05.07.2010 &#8211; 2 BvR 759/10 beschäftigt &#8211; wie nicht anders zu erwarten &#8211; natürlich heute die Blogs (vgl. hier, hier und hier und hier)., weitere Beiträge werden sicherlich folgen. Nachdem ich die Entscheidung nun ein paar Mal gelesen habe, kann ich &#8211; vorsichtig &#8211; folgende erste Einschätzung abgeben: Die Entscheidung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Entscheidung des <a href="http://blog.strafrecht-online.de/2010/07/da-ist-die-entscheidung-bverfg-100h-ist-ermaechtigungsgrundlage-fuer-blitzer-rom-locuta-causa-finita/" class="liinternal">BVerfG v. 05.07.2010 &#8211; 2 BvR 759/10</a> beschäftigt &#8211; wie nicht anders zu erwarten &#8211; natürlich heute die Blogs (vgl. <a href="http://www.ferner-alsdorf.de/2010/07/interessant-bundesverfassungsgericht-zu-blitzern/wettbewerbsrecht/strafrecht/rechtsanwalt/verkehrsrecht/" target="_blank" class="liexternal">hier</a>, <a href="http://www.presserecht-aktuell.de/blitzerfotos-verfassunsgrechtlich-zulassig/" target="_blank" class="liexternal">hier</a> und <a href="http://www.lawbike.de/motorradrecht/2010/07/20/bundesverfassungsgericht-spricht-nun-machtwort-bezueglich-der-verwertung-von-blitzerfotos/" target="_blank" class="liexternal">hier</a> und <a href="http://www.mitfugundrecht.de/2010/07/bverfg-verfassungsbeschwerde-2/" target="_blank" class="liexternal">hier</a>)., weitere Beiträge werden sicherlich folgen. Nachdem ich die Entscheidung nun ein paar Mal gelesen habe, kann ich &#8211; vorsichtig &#8211; folgende erste Einschätzung abgeben:</p>
<ol>
<li>Die Entscheidung bertifft nicht die Videomessung, sondern eso ES 3.0</li>
<li>Das BVerfG wendet aber seinen Beschluss vom 11.08.2009 ohne Einschränkungen auf dieses Messverfahren an, wenn es die Ermächtigungsgrundlage bestimmt. Damit dürfte die Frage in der Praxis entschieden sein. Die OLG-Rechtsprechung, die § 100h StPo als Ermächtigungsgrundlage angenommen hat, ist damit quasi abgesegnet. Die Tatgerichte werden auch bei anderen Messverfahren gern <img src='http://blog.strafrecht-online.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' />  auf 2 BvR 759/10 verweisen. Näher begründet hat das BVerfG seine Entscheidung leider nicht, es hat sich auch nicht mit den Einwänden bzw. Bedenken erwähnt. Die &#8220;a.A&#8221; wird genannt. Das war es.</li>
<li>Die Entscheidung des BVerfG wird m.E. auch Auswirkungen bei der Frage des Beweisverwertungsverbotes haben. Die Ausführungen zur Verhältnismäßigkeit sprechen eine deutliche Sprache. Wir werden sie in der Abwägung der Fachgerichte wieder finden.</li>
<li>Die Diskussion wird sich vermutlich jetzt noch mehr zur Frage der Tatbestandsvoraussetzungen des § 100h StPO verlagern und zur Frage des Anfangsverdachts. Aber auch da: M.E. schlechte Nachrichten aus Karlsruhe. Denn das BVerfG hat die <a href="http://blog.strafrecht-online.de/2010/03/auch-in-brandenburg-darf-videogemessen-werden-sagt-das-olg-brandenburg/" class="liinternal">Entscheidung des OLG Brandenburg</a> abgesegnet, in der auch von einer Art &#8220;vorgelagertem Tatverdacht&#8221; ausgegangen worden ist. Damit dürfte es auch mit der Verteidigungslinie zumindest nicht einfacher geworden sein.</li>
<li>Fazit: M.E. wird es in Zukunft schwer werden mit der Verfassungswidrigkeit der Messungen. Ich will damit den Beschluss des BVerfG nicht gut heißen, aber: In der Praxis wird schwer an ihm vorbei zu kommen sein <img src='http://blog.strafrecht-online.de/wp-includes/images/smilies/icon_sad.gif' alt=':-(' class='wp-smiley' /> </li>
</ol>
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		</item>
		<item>
		<title>Da ist die Entscheidung: BVerfG &#8211; § 100h StPO ist Ermächtigungsgrundlage für &#8220;Blitzer&#8221;; Roma locuta, causa finita?</title>
		<link>http://blog.strafrecht-online.de/2010/07/da-ist-die-entscheidung-bverfg-100h-ist-ermaechtigungsgrundlage-fuer-blitzer-rom-locuta-causa-finita/#utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=da-ist-die-entscheidung-bverfg-100h-ist-ermaechtigungsgrundlage-fuer-blitzer-rom-locuta-causa-finita</link>
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		<pubDate>Tue, 20 Jul 2010 09:07:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Detlef Burhoff</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Gerade erreicht mich die PM des BVerfG zu seinem Beschl. v. 05.07.2010 &#8211; 2 BvR 759/10, in der jetzt das BVerfG noch einmal zur Videomessung Stellung genommen hat. Im Beschluss heißt es: &#8220;Die Auslegung und Anwendung des § 100h Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 StPO in Verbindung mit § 46 Abs. 1 OWiG durch die Fachgerichte ist verfassungsrechtlich nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gerade erreicht mich die PM des BVerfG zu seinem <a href="http://www.bundesverfassungsgericht.de/entscheidungen/rk20100705_2bvr075910.html" target="_blank" class="liexternal">Beschl. v. 05.07.2010 &#8211; 2 BvR 759/10</a>, in der jetzt das BVerfG noch einmal zur Videomessung Stellung genommen hat. Im Beschluss heißt es:</p>
<blockquote><p>&#8220;<em>Die Auslegung und Anwendung des § 100h Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 StPO in Verbindung mit § 46 Abs. 1 OWiG durch die Fachgerichte ist verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden. Eine Verletzung spezifischen Verfassungsrechts ist nicht gegeben. </em></p>
<div>
<div><em>a) Die Gerichte haben bei der Auslegung und Anwendung von einfachem Recht den grundgesetzlichen Wertmaßstäben Rechnung zu tragen. Die fachgerichtliche Rechtsprechung unterliegt jedoch nicht der unbeschränkten verfassungsgerichtlichen Nachprüfung (<!--linkkennzeichnung-->BVerfGE 18, 85 &lt;92 f.&gt;<!--/linkkennzeichnung-->). Eine umfassende Kontrolle der Auslegung und Anwendung des einfachen Rechts findet nicht statt. Das Bundesverfassungsgericht überprüft &#8211; abgesehen von Verstößen gegen das Willkürverbot &#8211; nur, ob die angefochtenen Entscheidungen Auslegungsfehler enthalten, die auf einer grundsätzlich unrichtigen Anschauung von der Bedeutung des betroffenen Grundrechts, insbesondere vom Umfang seines Schutzbereichs, beruhen (vgl. <!--linkkennzeichnung-->BVerfGE 18, 85 &lt;92 f., 96&gt;;<!--/linkkennzeichnung--> <!--linkkennzeichnung-->85, 248 &lt;257 f.&gt;;<!--/linkkennzeichnung--> <!--linkkennzeichnung-->87, 287 &lt;323&gt;<!--/linkkennzeichnung-->). Ein Grundrechtsverstoß, der zur Beanstandung der angegriffenen Entscheidungen führt, liegt vor, wenn übersehen worden ist, dass bei Auslegung und Anwendung der einfachgesetzlichen Vorschriften Grundrechte zu beachten waren, wenn der Schutzbereich der zu beachtenden Grundrechte unrichtig oder unvollkommen bestimmt oder ihr Gewicht unrichtig eingeschätzt worden ist (vgl. <!--linkkennzeichnung-->BVerfGE 18, 85 &lt;92 f., 96&gt;;<!--/linkkennzeichnung--> <!--linkkennzeichnung-->101, 361 &lt;388&gt;;<!--/linkkennzeichnung--> <!--linkkennzeichnung-->106, 28 &lt;45&gt;<!--/linkkennzeichnung-->).</em></div>
</div>
<div>
<div><em>b) Ein derartiger Verstoß gegen Grundrechte wurde vom Beschwerdeführer nicht plausibel geltend gemacht und ist auch sonst nicht ersichtlich. Er rügt lediglich die fehlerhafte Anwendung der einfachgesetzlichen Tatbestandsvoraussetzungen des § 100h Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 StPO in Verbindung mit § 46 Abs. 1 OWiG. Die obergerichtliche Rechtsprechung zieht diese Regelung überwiegend als Rechtsgrundlage für die Anfertigung von Bildaufnahmen zur Verfolgung von Ordnungswidrigkeiten im Straßenverkehr heran, wenn der Verdacht eines Verkehrsverstoßes gegeben ist (vgl. OLG Bamberg, Beschluss vom 25. Februar 2010 &#8211; 3 Ss OWi 206/10 -, juris; Thür.OLG, Beschluss vom 6. Januar 2010 &#8211; 1 Ss 291/09 -, NJW 2010, S. 1093 f.; OLG Bamberg, Beschluss vom 15. Oktober 2009 &#8211; 2 Ss OWi 1169/09 -, juris; vgl. auch OLG Rostock, Beschluss vom 1. März 2010 &#8211; 2 Ss [OWi] 6/10 I 19/10 -, juris; OLG Stuttgart, Beschluss vom 29. Januar 2010 &#8211; 4 Ss 1525/09 -, DAR 2010, S. 148 f.; OLG Bamberg, Beschluss vom 16. November 2009 &#8211; 2 Ss OWi 1215/09 -, NJW 2010, S. 100 f.; OLG Hamm, Beschluss vom 22. Oktober 2009 &#8211; 4 Ss OWi 800/09 -, juris; a.A. OLG Düsseldorf, Beschluss vom 9. Februar 2010 &#8211; IV-3 RBs 8/10 -, DAR 2010, S. 213 ff.). Dem folgen Teile der Literatur (vgl. Seitz, in: Göhler, OWiG, 15. Aufl. 2009, vor § 59, Rn. 143, 145a; Krenberger, NJ 2009, S. 481; Krumm, NZV 2009, S. 620 &lt;621&gt;; a.A. Niehaus, DAR 2009, S. 632 &lt;634&gt;; Roggan, NJW 2010, S. 1042 &lt;1044&gt;).</em></div>
</div>
<div>
<div><em>aa) Das Oberlandesgericht geht zutreffend davon aus, dass bei einer Bildaufnahme, bei der Fahrer und Kennzeichen identifizierbar sind, ein Eingriff in das allgemeine Persönlichkeitsrecht in seiner Ausprägung als Recht auf informationelle Selbstbestimmung vorliegt (vgl. BVerfG, Beschluss der 2. Kammer des Zweiten Senats vom 11. August 2009 &#8211; 2 BvR 941/08 -, NJW 2009, S. 3293 f.). Als Rechtsgrundlage hat es § 100h Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 StPO in Verbindung mit § 46 Abs. 1 OWiG herangezogen und unter Berufung auf den Wortlaut ausgeführt, dass diese Eingriffsbefugnis Bildaufnahmen zur Erforschung des Sachverhalts sowie zu Ermittlungszwecken ermöglicht, ohne auf Observationszwecke beschränkt zu sein (ebenso OLG Rostock, Beschluss vom 1. März 2010 &#8211; 2 Ss [OWi] 6/10 I 19/10 -, juris; OLG Stuttgart, Beschluss vom 29. Januar 2010 &#8211; 4 Ss 1525/09 -, DAR 2010, S. 148 f.; Seitz, in: Göhler, OWiG, 15. Aufl. 2009, vor § 59, Rn. 143, 145a). Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers, der mit einer Auffassung in der Rechtsprechung und in der Literatur eine Beschränkung dieser Befugnis auf die Anfertigung von Bildaufnahmen zu Observationszwecken befürwortet (vgl. OLG Düsseldorf, Beschluss vom 9. Februar 2010 &#8211; IV-3 RBs 8/10 -, DAR 2010, S. 213 ff.; Meyer-Goßner, StPO, 52. Aufl. 2009, § 100h, Rn. 1; Wolter, in: SK StPO, § 100h Rn. 4 [April 2009]), hat das Oberlandesgericht dadurch den Schutzbereich von Grundrechten nicht verkannt und ihr Gewicht auch nicht unrichtig eingeschätzt. Die Heranziehung dieser Rechtsgrundlage begegnet vielmehr keinen verfassungsrechtlichen Bedenken. Es handelt sich um eine Frage der Anwendung und Auslegung einfachen Rechts, die vom Bundesverfassungsgericht nicht zu überprüfen ist. Ein Verstoß gegen das Willkürverbot, der voraussetzen würde, dass diese Rechtsauffassung unter keinem rechtlichen Aspekt vertretbar wäre (vgl. BVerfG, Beschluss der 2. Kammer des Zweiten Senats vom 11. August 2009 &#8211; 2 BvR 941/08 -, NJW 2009, S. 3293 f.), ist nicht ersichtlich.</em></div>
</div>
<div>
<div><em>Entsprechendes gilt auch für die Feststellung des Oberlandesgerichts, dass eine verdachtsabhängige Anfertigung von Bildaufnahmen stattgefunden hat. Im angegriffenen Beschluss wird nachvollziehbar dargelegt, dass der erforderliche Tatverdacht vorlag (vgl. auch OLG Bamberg, Beschluss vom 25. Februar 2010 &#8211; 3 Ss OWi 206/10 -, juris; Thür.OLG, Beschluss vom 6. Januar 2010 &#8211; 1 Ss 291/09 -, NJW 2010, S. 1093 f.). Ein Verstoß gegen spezifisches Verfassungsrecht ist &#8211; entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers &#8211; darin ebenfalls nicht zu sehen.&#8221;</em></div>
</div>
</blockquote>
<div>Damit dürfte die Grundsatzfrage entschieden sein. Die Diskussion wird  sich jetzt nur noch darauf erstrecken können ob die Voraussetzungen der  Vorschrift vorgelegen haben.</div>
]]></content:encoded>
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		<title>Nichts Neues aus Hamm zur Videomessung; aber lesenswert aus anderem Grund.</title>
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		<pubDate>Sun, 09 May 2010 13:05:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Detlef Burhoff</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Inzwischen hat sich auch der 5. Senat für Bußgeldsachen des OLG Hamm in seinem Beschl. v. 11.03.2010 &#8211; III 5 RBs 13/10 geäußert. M.E. nichts Neues, sondern nur die Wiederholung der sattsam bekannten Argumente der übrigen OLG-Rechtsprechung, warum § 100h StPO Ermächtigungsgrundlage sein kann/darf. Und wohl auch, wenn der öffentlichen Hand die Einnahmen nicht verloren [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Inzwischen hat sich auch der 5. Senat für Bußgeldsachen des OLG Hamm in seinem <a href="http://www.burhoff.de/asp_weitere_beschluesse/inhalte/834.htm" class="liinternal">Beschl. v. 11.03.2010 &#8211; III 5 RBs 13/10</a> geäußert. M.E. nichts Neues, sondern nur die Wiederholung der sattsam bekannten Argumente der übrigen OLG-Rechtsprechung, warum § 100h StPO Ermächtigungsgrundlage sein kann/darf. Und wohl auch, wenn der öffentlichen Hand die Einnahmen nicht verloren gehen sollen &#8211; auch wohl &#8220;muss&#8221;. Insoweit nicht so lesenswert, aber: Lesenswert wegen der Behandlung und der Ausführungen zu den Beweisanträgen, die der Verteidiger gestellt hatte. Daraus kann man lernen.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Wenn schon, denn schon, oder: Mal wieder was zur Videomessung &#8211; OLG Brandenburg rügt AG wegen zu knapper Feststellungen</title>
		<link>http://blog.strafrecht-online.de/2010/05/mal-wieder-was-zur-videomessung-olg-brandenburg-ruegt-ag-wegen-zu-knapper-feststellungen/#utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=mal-wieder-was-zur-videomessung-olg-brandenburg-ruegt-ag-wegen-zu-knapper-feststellungen</link>
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		<pubDate>Tue, 04 May 2010 06:42:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Detlef Burhoff</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das OLG Brandenburg hatte sich ja schon zur Frage der Ermächtigungsgrundlage bei der Videomessung geäußert, vgl. hier. Nun hat es Stellung dazu genommen (OLG Brandenburg, Beschl. v. 19.04.2010 &#8211; 1 Ss (OWi) 68 Z/10), wie die Urteilsgründe in diesen Fällen beschaffen sein müssen und ausgeführt, dass zur Prüfung der Frage, ob eine Videoüberwachungsmaßnahme im Straßenverkehr [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das OLG Brandenburg hatte sich ja <a href="http://blog.strafrecht-online.de/2010/03/auch-in-brandenburg-darf-videogemessen-werden-sagt-das-olg-brandenburg/" class="liinternal">schon</a> zur Frage der Ermächtigungsgrundlage bei der Videomessung geäußert, vgl. hier. Nun hat es Stellung dazu genommen (<a href="http://www.burhoff.de/asp_weitere_beschluesse/inhalte/831.htm" class="liinternal">OLG Brandenburg, Beschl. v. 19.04.2010 &#8211; 1 Ss (OWi) 68 Z/10</a>), wie die Urteilsgründe in diesen Fällen beschaffen sein müssen und ausgeführt, dass zur Prüfung der Frage, ob eine Videoüberwachungsmaßnahme im Straßenverkehr eine ausreichende Ermächtigungsgrundlage hat, es einer nachvollziehbaren Darlegung der Überwachungsmaßnahme in den Urteilsgründen bedarf. Das ist im Grunde die Fortführung der Rechtsprechung des BGH zum standardisierten Messverfahren. Da will die Rechtsprechung auch wissen, welches Messverfahren verwandt worden ist.</p>
<p>Im Übrigen: Deutliche Worte des OLG zur Qualität der amtsgerichtlichen Entscheidung.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Wochenspiegel für die 15. KW, oder wir blicken mal wieder über den Tellerrand</title>
		<link>http://blog.strafrecht-online.de/2010/04/wochenspiegel-fuer-die-15-kw-oder-wir-blicken-mal-wieder-ueber-den-tellerrand/#utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=wochenspiegel-fuer-die-15-kw-oder-wir-blicken-mal-wieder-ueber-den-tellerrand</link>
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		<pubDate>Tue, 20 Apr 2010 07:19:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Detlef Burhoff</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nachstehend die Wochenübersicht für die 15. KW. Nochmals mit der Videomessung befasst sich: Videomessungen ohne gesetzliche Eingriffsermächtigung!, der auf den Beitrag von Roggan in NJW 2010, 1042 verweist, der zutreffend das Vorliegen einer Ermächtigungsgrundlage verneint. Das Wirrwarr um die 46. Änd.VO und der &#8220;Schlamassel&#8221; um die Verkehrsschilder hat die Blogs sehr beschäftigt; vgl. dazu hier für [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nachstehend die Wochenübersicht für die 15. KW.</p>
<ol>
<li>Nochmals mit der Videomessung befasst sich: <a href="http://www.raflauaus.de/2010/04/videomessungen-ohne-gesetzliche-eingriffsermachtigung/" rel="bookmark" target="_blank" class="liexternal">Videomessungen ohne gesetzliche Eingriffsermächtigung!</a>, der auf den Beitrag von Roggan in NJW 2010, 1042 verweist, der zutreffend das Vorliegen einer Ermächtigungsgrundlage verneint.</li>
<li>Das Wirrwarr um die 46. Änd.VO und der &#8220;Schlamassel&#8221; um die Verkehrsschilder hat die Blogs sehr beschäftigt; vgl. dazu hier für <a href="http://www.recht-für-radfahrer.de/Aktuelles.html" target="_blank" class="liexternal">Radfahrer</a>, hier zu den <a href="http://blog.beck.de/2010/04/14/unwirksame-verkehrsschilder-oder-doch-nicht-oder-umdeutung#comment-23577" target="_blank" class="liexternal">Auswirkungen</a> und hier unser <a href="http://blog.strafrecht-online.de/2010/04/schlamassel-wie-in-schilda-ein-paragraf-fehlt-und-tausende-verkehrszeichen-sind-ungueltig/" class="liinternal">eigener Beitrag</a> mit weiteren Links, sowie schließlich die Zusammenfassung von <a href="http://www.ferner-alsdorf.de/2010/04/uberblick-zum-thema-ungultige-verkehrsschilder/" target="_blank" class="liexternal">RA Ferner hier</a>.</li>
<li>Der Schadenfixblog <a href="http://www.schadenfixblog.de/busgeldverfahren-von-temposundern-auf-eis-gelegt/" target="_blank" class="liexternal">berichtet</a> über auf Eis gelegte Bußgeldverfahren von Temposündern bei Providamessungen im Saarland.</li>
<li>Über die Rechte von Verbrauchern/Passagieren bei annullierten Flügen infolge der &#8220;Vulkanaschenwolke&#8221; wurde <a href="http://verbraucherrecht.blogg.de/eintrag.php?id=892" target="_blank" class="liexternal">hier</a> informiert.</li>
<li>Über einen m.E. eindeutigen Fall des Verstoßes gegen die Unschuldsvermutung berichtet der Law-Blog <a href="http://www.lawblog.de/index.php/archives/2010/04/18/der-nicht-unerheblich-starke-tatverdacht/" target="_blank" class="liexternal">hier</a>.</li>
</ol>
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		<title>Da, wo alles seinen Anfang nahm: OLG Rostock zur Ermächtigungsgrundlage für Videomessung</title>
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		<pubDate>Thu, 08 Apr 2010 07:51:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Detlef Burhoff</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Jetzt hat sich auch das OLG, dessen Entscheidung im vergangenen Jahr Grundlage für die Entscheidung des BVerfG in 2 BvR 941/08 war, zur Frage der Ermächtigungsgrundlage Stellung genommen. In seinem Beschluss vom 24.02.2010 -  2 Ss OWi 6/10 I 19/10 hat das OLG Rostock insoweit auch auf § 100h StPO abgestellt. Die Entscheidung lässt sich etwa [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Jetzt hat sich auch das OLG, dessen Entscheidung im vergangenen Jahr Grundlage für die Entscheidung des BVerfG in 2 BvR 941/08 war, zur Frage der Ermächtigungsgrundlage Stellung genommen. In seinem Beschluss vom <a href="http://www.burhoff.de/asp_weitere_beschluesse/inhalte/812.htm" class="liinternal">24.02.2010 -  2 Ss OWi 6/10 I 19/10</a> hat das OLG Rostock insoweit auch auf § 100h StPO abgestellt. Die Entscheidung lässt sich etwa in folgendem Leitsatz zusammenfassen:</p>
<blockquote><p><em>&#8220;In der lediglich visuellen Überwachung (hier: VKS 3.0) einer Straße ohne Bildaufzeichung liegt, auch wenn sie mittels einer Videokamera erfolgt, kein Eingriff in das Recht der Betroffenen auf informationelle Selbstbestimmung. Soweit hingegen die Fahrer-Videokameras Lebensvorgänge beobachtet, die dann auf die Fahrer-Videobänder aufgenommen und später zu Beweiszwecken aufbereitet und ausgewertet werden, liegt ein Eingriff in das Recht auf informationelle Selbstbestimmung vor. Insoweit ist § 100h StPO jedoch ausreichende Ermächtigungsgrundlage.</em>&#8220;</p></blockquote>
<p>Die Frage eines Beweisverwertungsverbotes stellt sich damit (natürlich) nicht.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Das kommt in den besten Familien vor, oder: Innendivergenz im Hause &#8220;OLG Düsseldorf&#8221; bei ViBrAM</title>
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		<pubDate>Wed, 31 Mar 2010 15:13:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Detlef Burhoff</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das kommt in den besten Familien vor, dass man sich nicht einig ist. Und es kommt auch bei den OLGs vor: So hat sich jetzt der 4. Senat für Bußgeldsachen des OLG Düsseldorf in einem Beschl. v. 15.03.2010 &#8211; IV &#8211; 1 RBs 23/10 ausdrücklich gegen den Beschluss des 3. Senats gestellt, in dem § 100h [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das kommt in den besten Familien vor, dass man sich nicht einig ist. Und es kommt auch bei den OLGs vor: So hat sich jetzt der 4. Senat für Bußgeldsachen des OLG Düsseldorf in einem <a href="http://www.burhoff.de/asp_weitere_beschluesse/inhalte/810.htm" class="liinternal">Beschl. v. 15.03.2010 &#8211; IV &#8211; 1 RBs 23/10</a> ausdrücklich gegen den <a href="http://www.jurablogs.com/de/go/auch-olg-duesseldorf-kommt-beweisverwertungsverbot-videomessung-luft-verwaltungsbehoerden" target="_blank" class="liexternal">Beschluss des 3. Senats</a> gestellt, in dem § 100h StPO nicht als Ermächtigungsgrundlage für das Messverfahren ViBrAM angesehen worden ist. Damit Familienstreit im Hause OLG Düsseldorf. Und einen Streitschlichter = BGH gibt es nicht. Es handelt sich um eine sog. Innendivergenz, die nicht zu einer Vorlage nach § 121 GVG führt.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>AG Eilenburg: § 100h StPO ist keine Ermächtigungsgrundlage; eigene Auslagen bleiben aber beim Betroffenen</title>
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		<pubDate>Tue, 23 Mar 2010 07:47:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Detlef Burhoff</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Videomessung bzw. Messverfahren, immer wieder und immer wieder neu und anders. Das AG Eilenburg hat in dem Rechtsprechungsmarathon, der auf die Entscheidung des BVerfG v. 11.08.2009 zurückgeht, jetzt seine Rechtsprechung bestätigt und sich der Auffassung des OLG Düsseldorf, das in diesen Fällen § 100h StPO als Ermächtigungsgrundlage abgelehnt hatte, angeschlossen. Für eine Messung nach dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Videomessung bzw. Messverfahren, immer wieder und immer wieder neu und anders. Das AG Eilenburg hat in dem Rechtsprechungsmarathon, der auf die Entscheidung des BVerfG v. 11.08.2009 zurückgeht, jetzt seine Rechtsprechung bestätigt und sich der Auffassung des OLG Düsseldorf, das in diesen Fällen § 100h StPO als Ermächtigungsgrundlage abgelehnt hatte, angeschlossen. Für eine Messung nach dem Verfahren ES 1.0 sei § 100h StPO nicht heranzuziehen. Durchgeführte Messungen seien unverwertbar. Was allerdings an dem Einstellungsbeschluss überrascht: Der Betroffene muss seine notwendigen Auslagen selbst tragen. Ei, warum denn das? Wenn ein BVV besteht, hätte er frei gesprochen werden müssen mit der Kostenfolge aus § 467 StPO. Und warum muss er dann bei der Einstellung seine Kosten tragen? <a href="http://www.burhoff.de/asp_weitere_beschluesse/inhalte/805.htm" class="liinternal">Beschl. v. 16.03.2010 &#8211; 5 OWi 253 Js 1794/10</a>.</p>
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		<title>OLG Koblenz: In Rheinland-Pfalz geht es wie in Bayern, zumindest bei der Videomessung</title>
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		<pubDate>Wed, 17 Mar 2010 08:09:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Detlef Burhoff</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Auch das OLG Koblenz hat sich zur Videomessung Gedanken gemacht. Danach soll die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom 11. August 2009 (2 BvR 941/08) der Verwertung von Ergebnissen der Videoabstandsmessung in Rheinland-Pfalz nicht entgegenstehen; das OLG bezieht sich auf die Entscheidung des OLG Bamberg zum bayerischen Brückenabstandsmessverfahren. Da jedenfalls auf Autobahnen Anhaltekontrollen mit einem viel zu hohen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auch das <a href="https://www.strafrecht-online.de/inhalte/strafrechtliche-entscheidungen/aktuelle-urteile/olg-koblenz-beschl-v-04032010-1-ssbs-2310/" class="liinternal">OLG Koblenz</a> hat sich zur Videomessung Gedanken gemacht. Danach soll die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom 11. August 2009 (2 BvR 941/08) der Verwertung von Ergebnissen der Videoabstandsmessung in Rheinland-Pfalz nicht entgegenstehen; das OLG bezieht sich auf die Entscheidung des OLG Bamberg zum bayerischen Brückenabstandsmessverfahren. Da jedenfalls auf Autobahnen Anhaltekontrollen mit einem viel zu hohen Risiko für alle Beteiligten verbunden wären, seien auch Notwendigkeit und Verhältnismäßigkeit  der Identifizierungsaufnahme gegeben. Na ja: <a href="http://blog.strafrecht-online.de/2010/03/auch-das-olg-duesseldorf-kommt-zum-beweisverwertungsverbot-bei-der-videomessung-luft-fuer-die-verwaltungsbehoerden-wird-duenner/" class="liinternal">OLG Düsseldorf </a>ist m.E. überzeugender.</p>
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		<title>Auch in Brandenburg darf &#8220;videogemessen werden&#8221;, sagt das OLG Brandenburg</title>
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		<pubDate>Tue, 16 Mar 2010 17:24:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Detlef Burhoff</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In der Diskussion um die Vidoemessung hat sich jetzt auch das OLG Brandenburg zu Wort gemeldet. Es sieht in seinem Beschluss v. 22.02.2010 &#8211; 1 Ss (OWi) 23 Z/10 § 100h StPO als Ermächtigungsgrundlage an. Messverfahren war das ES 3.0. Die Leitsätze der Entscheidung, die ein Kollege vom OLG Brandenburg mir gerade übersandt hat, lauten: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In der Diskussion um die Vidoemessung hat sich jetzt auch das OLG Brandenburg zu Wort gemeldet. Es sieht in seinem <a href="http://www.burhoff.de/asp_weitere_beschluesse/inhalte/800.htm" class="liinternal">Beschluss v. 22.02.2010 &#8211; 1 Ss (OWi) 23 Z/10</a> § 100h StPO als Ermächtigungsgrundlage an. Messverfahren war das ES 3.0. Die Leitsätze der Entscheidung, die ein Kollege vom OLG Brandenburg mir gerade übersandt hat, lauten:</p>
<blockquote>
<ol>
<li><em>Gesetzliche Grundlage für die verdachtsabhängige Herstellung von Lichtbildern und Bildaufzeichnungen zur Verfolgung von Geschwindigkeitsüberschreitungen in Bußgeldsachen ist § 100 h Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 StPO in Verbindung mit § 46 Abs. 1 OWiG.</em></li>
<li><em>D</em><em>er Anfangsverdacht für die Begehung einer Verkehrsordnungswidrigkeit kann auch dann vorliegen, wenn die Auslösung des Messfotos nicht für jedes betroffene Fahrzeug durch den Messbeamten gesondert veranlasst wird, sondern auf einer vorab erfolgten Programmierung des Geschwindigkeitsmessgerätes auf einen bestimmten Grenzwert beruht.</em></li>
<li><em>Die Herstellung von Messfotos zur Identitätsfeststellung bei Verkehrsordnungswidrigkeiten verstößt grundsätzlich nicht gegen den Subsidiaritätsgrundsatz (§ 100 h Abs. 1 Satz 1 a.E. StPO), weil die Geschwindigkeitsmessung und lichtbildgestützte Tatfeststellung im standardisierten Verfahren eine bewährte und besonders zuverlässige Möglichkeit zur Ermittlung der Identität der Tatverdächtigen bietet, die durch andere Maßnahmen nicht gleichermaßen gewährleistet und ersetzt werden kann.</em> &#8220;</li>
</ol>
</blockquote>
<p>Na ja, man kann es auch anders sehen und es wird ja &#8211; m.E. zu Recht &#8211; teilweise auch anders gesehen. Letztlich wird ein Weg an einer gesetzlichen Grundlage nicht vorbeigehen, wenn man den Wirrwarr und einen weiteren Rechtsprechungsmarathon vermeiden will.</p>
<p>Sehr schön an der Entscheidung ist der Hinweis auf <a href="http://www.burhoff.de/owi/start/index.htm" class="liinternal">Burhoff (Hrsg.), Handbuch für das straßenverkehrsrechtliche OWi-Verfahren, 2. Aufl</a>. Es freut dann doch, dass dieses Buch auch bei den OLGs vorhanden ist.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Auch das OLG Düsseldorf kommt zum Beweisverwertungsverbot bei der Videomessung &#8211; Luft für die Verwaltungsbehörden wird dünner</title>
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		<pubDate>Tue, 02 Mar 2010 20:15:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Detlef Burhoff</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich hatte ja heute Nachmittag schon über den Beschluss des OLG Düsseldorf v. 09.02.2010 - IV-3 RBs 8/10 2 Ss-OWi 4/10 berichtet, und zwar hier. Ich habe gesucht und ihn gefunden. Hier also der Volltext. Die Leitsätze lassen sich m.E. wie folgt formulieren: Die Vorschriften der §§ 81b, 100h Abs. 1 Nr. 1, Abs. 2 Nr. 1, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich hatte ja heute Nachmittag schon über den <a href="https://www.strafrecht-online.de/inhalte/strafrechtliche-entscheidungen/aktuelle-urteile/olg-duesseldorf-beschl-v-09022010-iv-3-rbs-810-2-ss-owi-410/" class="liinternal">Beschluss des OLG Düsseldorf v. 09.02.2010 - IV-3 RBs 8/10 2 Ss-OWi 4/10</a> berichtet, und zwar <a href="http://blog.strafrecht-online.de/2010/03/beweisverwertungsverbot-fuer-videomessung-teilweise-in-nrw/" class="liinternal">hier</a>. Ich habe gesucht und ihn gefunden. Hier also der Volltext. Die Leitsätze lassen sich m.E. wie folgt formulieren:</p>
<ol>
<li><em>Die Vorschriften der §§ 81b, 100h Abs. 1 Nr. 1, Abs. 2 Nr. 1, 163b Abs. 1 Satz 1, Abs. 2 StPO i.V.m. § 46 Abs. 1 OWiG scheiden als Er­mächtigungsgrundlage für eine Videomessung des (Sicherheits)Abstandes nach dem Messverfahren ViBram aus.</em></li>
<li><em>Das Ergebnis einer dennoch durchgeführten Messung unterliegt einem Beweisverwertungsverbot.</em></li>
</ol>
<p>Damit hat nach dem OLG Oldenburg jetzt das zweite OLG ein Beweisverwertungsverbot angenommen. Allmählich wird sich der Gesetzgeber was überlegen müssen.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Videomessung: OLG Dresden sagt: § 100h kann nur Ermächtigungsgrundlage sein, wenn anlassbezogen gemessen wird</title>
		<link>http://blog.strafrecht-online.de/2010/02/videomessung-olg-dresden-sagt-100h-kann-nur-ermaechtigungsgrundlage-sein-wenn-anlassbezogen-gemessen-wird/#utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=videomessung-olg-dresden-sagt-100h-kann-nur-ermaechtigungsgrundlage-sein-wenn-anlassbezogen-gemessen-wird</link>
		<comments>http://blog.strafrecht-online.de/2010/02/videomessung-olg-dresden-sagt-100h-kann-nur-ermaechtigungsgrundlage-sein-wenn-anlassbezogen-gemessen-wird/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 25 Feb 2010 11:28:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Detlef Burhoff</dc:creator>
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		<category><![CDATA[AG Meißen]]></category>
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		<description><![CDATA[Im Moment flattern nur so die Beschlüsse der OLG zur Videomessung im Straßenverkehr ins Haus. Jetz hat auch das OLG Dresden entschieden. Es geht in seiner Entscheidung vom 02.02.2010 &#8211; SS (OWi) 788/09 davon aus, dass § 100h Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 StPO Rechtsgrundlage für eine Videoaufzeichnung im Straßenverkehr nur sein, kann, wenn [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Moment flattern nur so die Beschlüsse der OLG zur Videomessung im Straßenverkehr ins Haus. Jetz hat auch das OLG Dresden entschieden. Es geht in seiner Entscheidung vom <a href="http://www.strafrecht-online.de/inhalte/strafrechtliche-entscheidungen/aktuelle-urteile/olg-dresden-beschl-v-02022010-ss-0wi-78809/" class="liinternal">02.02.2010 &#8211; SS (OWi) 788/09</a> davon aus, dass § 100h Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 StPO Rechtsgrundlage für eine Videoaufzeichnung im Straßenverkehr nur sein, kann, wenn die Aufzeichnung anlassbezogen und lediglich zur Identifizierung des Betroffenen als Verdächtigen erfolgte. Etwas anderes gelte, wenn der Messbeamte die Videoaufzeichnung ununterbrochen durchlaufen lässt, so dass auch eine Vielzahl von sich verkehrsgerecht verhaltenden Fahrern erfasst würde, um dann diejenigen herauszufiltern, die verdächtig sind, eine Ordnungswidrigkeit begangen zu haben. Für den Fall will sich das OLG der Auffassung des OLG Oldenburg anschließen und wohl von einem Beweisverwertungsverbot ausgehen. Da sich diese Vorgaben aus dem amtsgerichtlichen Urteil (AG Meissen) nicht nachvollziehn ließen, hat das OLG aufgehoben und zurückverwiesen.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>OLG Stuttgart: Messung mit ViBrAM-BAMAS verfassungsrechtlich zulässig.</title>
		<link>http://blog.strafrecht-online.de/2010/02/olg-stuttgart-messung-mit-vibram-bamas-verfassungsrechtlich-zulaessig/#utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=olg-stuttgart-messung-mit-vibram-bamas-verfassungsrechtlich-zulaessig</link>
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		<pubDate>Tue, 09 Feb 2010 11:13:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Detlef Burhoff</dc:creator>
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		<category><![CDATA[StPO]]></category>
		<category><![CDATA[Straßenverkehrsrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Brückenabstandsmessverfahren]]></category>
		<category><![CDATA[Ermächtigungsgrundlage]]></category>
		<category><![CDATA[OLG Stuttgart]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtsgrundlage]]></category>
		<category><![CDATA[ViBrAM-BAMAS]]></category>
		<category><![CDATA[Videomessung]]></category>
		<category><![CDATA[Zulässigkeit]]></category>

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		<description><![CDATA[Hier der gerade veröffentlichte Beschluss des OLG Stuttgart v. 29.01.2010 &#8211; 4 ss 125/09 - zu Videomessung mit folgenden Leitsätzen: 1. Das Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung (BVerfGE 65, 1) steht der Anwendung des Video-Brücken-Abstandsmessverfahrens ViBrAM-BAMAS, welches die Polizei in Baden-Württemberg zur Überwachung des Sicherheitsabstandes insbesondere auf Autobahnen verwendet, nicht entgegen. 2. Rechtsgrundlage für die Fertigung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hier der gerade veröffentlichte Beschluss des <a href="https://www.strafrecht-online.de/inhalte/strafrechtliche-entscheidungen/aktuelle-urteile/olg-stuttgart-beschl-v-29012010-4-ss-152509/" class="liinternal">OLG Stuttgart v. 29.01.2010 &#8211; 4 ss 125/09 </a>- zu Videomessung mit folgenden Leitsätzen:</p>
<blockquote><p>1. Das Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung (BVerfGE 65, 1) steht der Anwendung des Video-Brücken-Abstandsmessverfahrens ViBrAM-BAMAS, welches die Polizei in Baden-Württemberg zur Überwachung des Sicherheitsabstandes insbesondere auf Autobahnen verwendet, nicht entgegen.</p>
<p>2. Rechtsgrundlage für die Fertigung von Videobildern zur Identifizierung des Betroffenen ist § 100 h Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 StPO i.V.m. § 46 Abs. 1 OWiG.</p></blockquote>
<p>Also so wie das <a href="http://blog.strafrecht-online.de/2009/11/entscheidung-aus-bamberg-ist-da-rechtsgrundlage-fuer-videomessung-ist-100h-stpo/" class="liinternal">OLG Bamberg</a> und anders, was die Ermächtigungsgrundlage angeht, als das OLG Hamm.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Videomessung: Echternacher Springprozession in Hamm? Ermächtigungsgrundlage nein, aber auch kein Beweisvewertungsverbot</title>
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		<pubDate>Thu, 04 Feb 2010 16:39:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Detlef Burhoff</dc:creator>
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		<category><![CDATA[OLG Hamm]]></category>
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		<description><![CDATA[Nun hat auch das OLG Hamm zur Videomessung entschieden, allerdings &#8220;zwiespältig&#8221;. Der 1. Senat für Bußgeldsachen hat in seinem Beschluss vom 22.12.2009 &#8211; 1 Ss OWi 960/09 -  § 100h StPO als Grundlage für eine verdachtslose Videomessung (VKS) abgelehnt, allerdings dann nicht ein Beweisverwertungsverbot angenommen, sondern dieses nach einer Abwägung verneint. Also anders als das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nun hat auch das OLG Hamm zur Videomessung entschieden, allerdings &#8220;zwiespältig&#8221;. Der 1. Senat für Bußgeldsachen hat in seinem <a href="http://www.strafrecht-online.de/inhalte/strafrechtliche-entscheidungen/aktuelle-urteile/olg-hamm-beschl-v-22122009-1-ss-owi-96009/" class="liinternal">Beschluss vom 22.12.2009 &#8211; 1 Ss OWi 960/09 </a>-  § 100h StPO als Grundlage für eine verdachtslose Videomessung (VKS) abgelehnt, allerdings dann nicht ein Beweisverwertungsverbot angenommen, sondern dieses nach einer Abwägung verneint. Also anders als das OLG Oldenburg, das ein Beweisverwertungsverbot angenommen. Vielleicht legt ja mal ein OLG beim BGH vor, damit Klarheit in den sich abzeichnenden Streit kommt.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>OLG Jena: Videomessung &#8211; kein Beweisverwertungsverbot bei verdachtsabhängiger Messung</title>
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		<pubDate>Tue, 19 Jan 2010 07:20:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Detlef Burhoff</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nach einer PM vom 14.01.2010 hat inzwischen auch das OLG Jena in einem Beschluss vom 6. 1. 2010 &#8211; 1 Ss 291/09 zur Frage des Beweisverwertungsverbots bei der Videomessung Stellung genommen. Nach der PM hat das OLG Jena ein Beweisverwertungsverbot verneint (s. aber auch das OLG Oldenburg zur verdachtsunabhängigen Messung) . Der Betroffene hatte sein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach einer PM vom 14.01.2010 hat inzwischen auch das OLG Jena in einem Beschluss vom 6. 1. 2010 &#8211; 1 Ss 291/09 zur Frage des Beweisverwertungsverbots bei der Videomessung Stellung genommen. Nach der PM hat das OLG Jena ein Beweisverwertungsverbot verneint (s. aber auch das OLG Oldenburg zur verdachtsunabhängigen Messung) . Der Betroffene hatte sein Rechtsbeschwerde maßgeblich auf den Beschluss des BVerfG vom 08.11.2009 gestützt worden; der mit Fotoaufnahmen geführte Nachweis, zu schnell gefahren zu sein, verstoße gegen Verfassungsrecht. in der PM heißt es:</p>
<p>&#8220;Dieser Argumentation ist das THOLG nicht gefolgt und hat die Rechtsbeschwerde verworfen. Zur Begründung heißt es in der Entscheidung des Bußgeldsenats, Videoaufzeichnungen oder Fotoaufnahmen seien nur dann verfassungswidrig erhobene und deshalb unzulässige (verbotene) Beweismittel, wenn kein „konkreter Anfangsverdacht“ für einen Verkehrsverstoß vorgelegen habe. Den Fall verdachtsabhängiger Aufzeichnungen oder Aufnahmen habe das BVerfG „nicht angesprochen“. Es habe sich (nur) mit dem Sachvortrag des Beschwerdeführers befasst, wonach sämtliche Fahrzeuge verdachtsunabhängig gefilmt und die Aufzeichnungen anschließend auf Verkehrsverstöße ausgewertet worden seien.In dem vom THOLG entschiedenen Fall lag der Sachverhalt anders. Hier war die Geschwindigkeitsüberschreitung zunächst maschinell festgestellt worden. Erst dann wurde die Fotoaufnahme ausgelöst und so eine Zuordnung zu Fahrzeug und Fahrer ermöglicht. Damit sei „die Entscheidung des BVerfG vom 11.08.2009 nicht einschlägig; ein verdachtsunabhängiger Eingriff in die informationelle Selbstbestimmung findet nicht statt.“</p>
<p>M.E. nicht so überraschend, weil sich wohl alle einig sind, dass der Beschluss des BVerfG nicht für die verdachtsabhängige Überwachung gilt. Allerdings: Was ist mit der Ermächtigungsgrundlage für die Überwachung. Ist das wirklich § 100h StPO, wie das OLG Bamberg meint. Ich wage das zu bezweifeln.</p>
<p>Die Entscheidung ist jetzt online unter: : <a href="http://www.strafrecht-online.de/inhalte/strafrechtliche-entscheidungen/aktuelle-urteile/olg-jena-beschl-v-06012010-1-ss-29109/" class="liinternal">http://www.strafrecht-online.de/inhalte/strafrechtliche-entscheidungen/aktuelle-urteile/olg-jena-beschl-v-06012010-1-ss-29109/</a></p>
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		<title>Entscheidung aus Bamberg ist da: Rechtsgrundlage für Videomessung ist § 100h StPO</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Nov 2009 16:30:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Detlef Burhoff</dc:creator>
				<category><![CDATA[Entscheidung]]></category>
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		<category><![CDATA[Recht auf informationelle Selbstbestimmung]]></category>
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		<category><![CDATA[§ 100h StPO]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Kollege Dr. Gieg vom OLG Bamberg hat gerade den Beschluss des OLG Bamberg vom 16.11.2009 &#8211; 2 Ss 1215/09 übersandt. Darin geht jetzt auch der 2. Senat des OLG Bamberg davon aus, dass § 100 h Abs. 1 Nr. 1 StPO i.V.m. § 46 Abs. 1 OWiG für die von der Poli­zei in Bayern im Rahmen des sog. Brückenabstandsmessverfahrens (VAMA) [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Kollege Dr. Gieg vom OLG Bamberg hat gerade den Beschluss des <a href="http://www.strafrecht-online.de/inhalte/strafrechtliche-entscheidungen/aktuelle-urteile/olg-bamberg-beschl-v-16112009-2-ss-owi-121509/" class="liinternal">OLG Bamberg vom 16.11.2009 &#8211; 2 Ss 1215/09 </a>übersandt. Darin geht jetzt auch der 2. Senat des OLG Bamberg davon aus, dass § 100 h Abs. 1 Nr. 1 StPO i.V.m. § 46 Abs. 1 OWiG für die von der Poli­zei in Bayern im Rahmen des sog. Brückenabstandsmessverfahrens (VAMA) durch­geführten anlassbezogenen Videoaufzeichnungen zur Identifizierung Betroffener eine hin­reichende gesetzliche Rechtsgrundlage für damit verbundene Eingriffe in das Recht auf informationelle Selbstbestimmung darstellt. Die Entscheidung betrifft das Urteil des AG Schweinfurt vom 31.08.2009, das damit rechtskräftig geworden ist. Zum Inhalt kann ich noch nichts Genaues sagen. Den Beschluss muss ich mir erst mal in Ruhe zu Gemüte führen<strong>.</strong></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Videomessung: Demnächst Neues aus Bamberg &#8211; zu früh gefreut?</title>
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		<pubDate>Sat, 19 Sep 2009 07:35:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Detlef Burhoff</dc:creator>
				<category><![CDATA[Entscheidung]]></category>
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		<category><![CDATA[verfassungsrechtliche Vorgaben]]></category>
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		<description><![CDATA[Wir haben vor einiger Zeit über die Entscheidung des BverfG 2 BvR 941/08 berichtet &#8211; Videomessung im Straßenverkehr. Mit dieser Entscheidung hat sich jetzt, wie das OLG Bamberg in einer Pressemitteilung meldet das AG Schweinfurt auseinandergesetzt. Die Pressemitteilung des OLG Bamberg vom 15.09.2009 lautet: &#8220;Zu früh gefreut haben sich vielleicht viele Drängler und Abstandssünder in Bayern. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir haben vor einiger Zeit über die <a href="http://www.strafrecht-online.de/inhalte/entscheidung-thema-des-monats/2009/september-2009-bverfg-beschl-v-11082009-2-bvr-94108/" class="liinternal">Entscheidung des BverfG 2 BvR 941/08 </a>berichtet &#8211; Videomessung im Straßenverkehr. Mit dieser Entscheidung hat sich jetzt, wie das OLG Bamberg in einer Pressemitteilung meldet das AG Schweinfurt auseinandergesetzt. Die Pressemitteilung des OLG Bamberg vom 15.09.2009 lautet:</p>
<blockquote><p><em>&#8220;Zu früh gefreut haben sich vielleicht viele Drängler und Abstandssünder in Bayern. Das BVerfG hatte jüngst eine Bußgeldentscheidung aus Mecklenburg-Vorpommern aufgehoben, weil die dortige Videomessung möglicherweise keine ausreichende gesetzliche Grundlage habe.<br />
Das ist in Bayern aber anders. Das AG Schweinfurt hat am 31.08.2009 einen Autofahrer zu 320,&#8211; EUR Geldbuße und 1 Monat Fahrverbot verurteilt, weil er auf der A 7 weniger als 3/10 des halben Tachowertes Abstand zum Vordermann eingehalten hatte. Der Fahrer hatte lapidar auf die Entscheidung des BVerfG hingewiesen und Freispruch beantragt.</em></p>
<p><em>In dem 30-seitigen Urteil setzt sich das AG Schweinfurt ausführlich mit den Rechtsgrundlagen und verfassungsrechtlichen Fragen auseinander und legt dar, dass das in Bayern angewandte Verfahren mit der Verfassung übereinstimmt und eine gesetzliche Grundlage besitzt. Die Videoaufnahme des fließenden Verkehrs erlaube nämlich keine Identifizierung von Fahrer oder Kennzeichen. Unbeteiligte und verkehrstreue Fahrzeugführer könnten also nicht erfasst und damit in ihren Rechten beeinträchtigt werden. Erst bei einem konkreten Verdacht eines Abstandsverstoßes betätige ein geschulter Polizeibeamter, der den Verkehr beobachtet, eine zweite Videokamera für ein konkretes Fahrzeug. Erst dadurch könnten Fahrer und Fahrzeug identifiziert werden. Somit würden nur wirklich Verdächtige verfolgt, nicht aber unbescholtene Fahrzeugführer. Für dieses Verfahren gebe es auch eine konkrete gesetzliche Grundlage in § 100 h StPO und § 46 OWiG. Dieses Mess-System ist nach Ansicht des AG Schweinfurt somit verfassungsgemäß, zumindest besteht kein Verwertungsverbot für die Videoaufnahme. In Bayern gebe es somit keinen Freibrief für Drängler auf der Autobahn.</em></p>
<p><em>Gegen das Urteil des AG Schweinfurt wurde Rechtsbeschwerde eingelegt. Somit wird bald das OLG Bamberg für ganz Bayern über die Zulässigkeit der Videomessung entscheiden.&#8221;</em></p></blockquote>
<p>Wenn das so stimmt: Ich hatte ja bereits darauf hingewiesen, dass die Entscheidung des BVerfG nur für die verdachtslose Videomessung gilt. Die scheint man in Bayern nicht durchzuführen. Man darf dann auf Näheres aus Bamberg gespannt sein.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>In Baden-Württemberg stehen alle Kfz-Führer unter Anfangsverdacht?</title>
		<link>http://blog.strafrecht-online.de/2009/08/in-baden-wuerttemberg-stehen-alle-kfz-fuehrer-unter-anfangsverdacht/#utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=in-baden-wuerttemberg-stehen-alle-kfz-fuehrer-unter-anfangsverdacht</link>
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		<pubDate>Mon, 24 Aug 2009 20:35:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Detlef Burhoff</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Entscheidung]]></category>
		<category><![CDATA[OWi]]></category>
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		<category><![CDATA[anlasslos]]></category>
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		<category><![CDATA[Recht auf informationelle Selbstbestimmung]]></category>
		<category><![CDATA[verdachtslos]]></category>
		<category><![CDATA[Videokontrolle]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Bundesverfassungsgericht hatte mit seinem Beschluss in 2 BvR 941/08 die anlasslose Videokontrolle ohne gesetzliche Grundlage beanstandet. Diese Praxis verletze das Recht des Autofahrers auf informationelle Selbstbestimmung aus Art 1, 2 GG. So weit, so gut? Wohl nicht. Denn inzwischen ist man schon erstaunt, was da alles so veröffentlicht wird. Am erstaunlichsten finde ich die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Bundesverfassungsgericht hatte mit seinem Beschluss in 2 BvR 941/08 die <a href="http://blog.strafrecht-online.de/2009/08/ministeriums-erlass-reicht-nicht-fuer-videoueberwachung/" class="liinternal">anlasslose Videokontrolle ohne gesetzliche Grundlage beanstandet</a>. Diese Praxis verletze das Recht des Autofahrers auf informationelle Selbstbestimmung aus Art 1, 2 GG.</p>
<p>So weit, so gut? Wohl nicht. Denn inzwischen ist man schon erstaunt, was da alles so veröffentlicht wird. Am erstaunlichsten finde ich die Stellungnahme aus Baden-Württemberg:</p>
<blockquote><p>Die der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zugrundeliegende verdachtslose Videokontrolle wird im Land nicht praktiziert&#8221;, vielmehr basierten Videokontrollen in Baden-Württemberg &#8220;immer auf dem Anfangsverdacht der Begehung einer Ordnungswidrigkeit.&#8221; Personenbezogene Daten würden nur dann aufgezeichnet, wenn ein Verstoß von den Beamten vor Ort erkannt werde. Rechtsgrundlage sei das Ordnungswidrigkeitengesetz.</p></blockquote>
<p>Und wo war in der Entscheidung des BVerfG der Beamte: Das ist doch im Grunde genommen genau das, was das BVerfG beanstandet hat. Ich empfehle mal einen Grundkurs in der StPO.</p>
]]></content:encoded>
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