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	<title>LexisNexis® Strafrecht Online Blog &#187; Ablehnung</title>
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	<description>herausgegeben von RA Detlef Burhoff, RiOLG a.D.</description>
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		<title>Der BGH, der Beweisantrag und der Auslandszeuge aus Litauen</title>
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		<pubDate>Wed, 16 Jun 2010 07:11:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Detlef Burhoff</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Im BGH-Beschl. v. 28.04.2010 &#8211; 1 StR 644/09 -  hat der BGH zum Beweisantrag auf Vernehmung eines Auslandszeugen Stellung genommen. In einem Verfahren wegen Umsatzsteuerhinterziehung hatte der Angeklagte den Antrag gestellt, einen litauischen Finanzbeamten zu vernehmen, und zwar unter Beif&#252;gung einer Reihe CMR-Frachtbriefe „den Sachbearbeiter des Kreisfinanzamtes K. , zust&#228;ndig f&#252;r die Firma Il V. [...]


Siehe auch:<ol><li><a href='http://blog.strafrecht-online.de/2009/10/durch-beweisantrag-entstandene-verfahrensverzoegerung-darf-dem-betroffenen-nicht-angelastet-werden/' rel='bookmark' title='Permanent Link: OLG Hamm: Durch Beweisantrag entstandene Verfahrensverz&#246;gerung darf dem Betroffenen nicht angelastet werden'>OLG Hamm: Durch Beweisantrag entstandene Verfahrensverz&#246;gerung darf dem Betroffenen nicht angelastet werden</a> <small>Das muss man ja erst mal drauf  kommen. In einem OWi-Verfahren hatte das AG trotz &#220;berschreiten der &#8220;2-Jahres-Grenze&#8221; nicht vom...</small></li>
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<li><a href='http://blog.strafrecht-online.de/2010/05/bgh-verneint-allgemeines-akteneinsichtsrecht-des-zeugenbeistands/' rel='bookmark' title='Permanent Link: BGH verneint (allgemeines) Akteneinsichtsrecht des Zeugenbeistands'>BGH verneint (allgemeines) Akteneinsichtsrecht des Zeugenbeistands</a> <small>Der BGH hat Stellung genommen zu einem verfahrensrechtlichen Dauerbrenner, n&#228;mlich der Frage des allgemeinen Akteneinsichtsrecht des anwaltlichen Zeugenbeistands. W&#228;hrend es...</small></li>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Im <a href="http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&amp;Art=en&amp;Datum=Aktuell&amp;Sort=12288&amp;nr=52293&amp;pos=0&amp;anz=618" target="_blank" class="liexternal">BGH-Beschl. v. 28.04.2010 &#8211; 1 StR 644/09</a> -  hat der BGH zum Beweisantrag auf Vernehmung eines Auslandszeugen Stellung genommen. In einem Verfahren wegen Umsatzsteuerhinterziehung hatte der Angeklagte den Antrag gestellt, einen litauischen Finanzbeamten zu vernehmen, und zwar unter Beif&#252;gung einer Reihe CMR-Frachtbriefe „den Sachbearbeiter des Kreisfinanzamtes K. , zust&#228;ndig f&#252;r die Firma Il V. …. als Zeugen zu vernehmen.“ Er werde bekunden, dass die aus den Frachtbriefen ersichtlichen Waren von der genannten Firma ordnungsgem&#228;&#223; gemeldet und versteuert wurden. In der Begr&#252;ndung des Antrags ist ausgef&#252;hrt, der Angeklagte habe die bei der Gro&#223;handelsfirma bestellten Waren lediglich als „Durchgangsposten“ angenommen und sodann einem Spediteur der litauischen Firma weitergegeben. Die Ware sei dann tats&#228;chlich in Litauen eingef&#252;hrt, angemeldet und versteuert worden. Eine Umsatzsteuerpflicht bestehe in Deutschland insoweit nicht.</p>
<p>Die Strafkammer hat den Antrag durch einen auf § 244 Abs. 5 Satz 2 StPO gest&#252;tzten Beschluss zur&#252;ckgewiesen. Der BGH hat das beanstandet:</p>
<blockquote><p><em>„Es trifft zu, dass die Zur&#252;ckweisung eines Beweisermittlungsantrags nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs die Revision nur dann begr&#252;ndet, wenn dadurch die Aufkl&#228;rungspflicht verletzt wurde. Daran &#228;ndert sich auch dann nichts, wenn das Gericht den Antrag (zu Unrecht) f&#252;r einen Beweisantrag hielt und ihn nach den hierf&#252;r geltenden Regeln beschieden hat (BGH StV 1996, 581; BGHR StPO § 244 Abs. 6 Beweisantrag 23 jew. m.w.N.). Hier hat jedoch die Strafkammer rechtsfehlerfrei den in Rede stehenden Antrag als Beweisantrag angesehen.</em></p>
<p><em>Grunds&#228;tzlich sind bei einem auf die Vernehmung eines Zeugen gerichteten Beweisantrag Name und (hier unproblematisch) Anschrift des Zeugen zu nennen. Dies ist aber nicht in jedem Fall zwingend erforderlich. Es gen&#252;gt viel-mehr, wenn die zu vernehmende Person derart individualisiert ist, dass eine Verwechslung mit anderen nicht in Betracht kommt. Die Nennung eines Namens ist in diesem Zusammenhang dann entbehrlich, wenn der Zeuge unter Ber&#252;cksichtigung des Beweisthemas &#252;ber seine T&#228;tigkeit insbesondere in einer Beh&#246;rde zu individualisieren ist (vgl. BGH VRS 25, 426, 427; BayObLG b. R&#252;th DAR 1980, 269; OLG K&#246;ln NStZ-RR 2007, 150; einschr&#228;nkend &lt;obiter dictum&gt; BGHSt 40, 3, 7; vgl. auch Becker in L&#246;we/Rosenberg, StPO 26. Aufl. § 244 Rdn. 105; Meyer-Go&#223;ner, StPO 52. Aufl. § 244 Rdn. 21 jew. m.w.N.). Hier ist der Sachbearbeiter eines bestimmten Finanzamts f&#252;r im Detail gekennzeichnete steuerrechtlich erhebliche Vorg&#228;nge im Gesch&#228;ftsbetrieb einer bestimmten Firma als Zeuge benannt. Die Strafkammer hat durch die Behandlung dieses Antrags als Beweisantrag der Sache nach zum Ausdruck gebracht, den Anforderungen an die Kennzeichnung des Beweismittels in einem Beweisantrag sei hier Gen&#252;ge getan. Dies ist jedenfalls vertretbar und daher vom Revisionsgericht hinzunehmen.</em></p>
<p><em>d) Die Strafkammer hat die auf § 244 Abs. 5 Satz 2 StPO gest&#252;tzte Ablehnung des Beweisantrags damit begr&#252;ndet, dass „die Vernehmung des Zeugen nach dem pflichtgem&#228;&#223;en Ermessen des Gerichts nicht erforderlich erscheint. Die Kammer unterstellt als wahr, dass ein Mitarbeiter des Finanzamtes K. die im Beweisantrag … genannten Angaben machen w&#252;rde.“</em></p>
<p><em>Weitere Ausf&#252;hrungen enth&#228;lt der Beschluss nicht. In den Urteilsgr&#252;nden ist dann im Einzelnen dargelegt, warum die Strafkammer davon ausgeht, dass tats&#228;chlich keine Lieferungen nach Litauen erfolgt sind.</em></p>
<p><em>2. Zu Recht r&#252;gt die Revision die Begr&#252;ndung des Beschlusses.</em></p>
<p><em>&#220;ber die Wiedergabe des Gesetzeswortlauts hinaus ergibt der genannte Beschluss, dass die Strafkammer offenbar erwartet, dass der Zeuge die in sein Wissen gestellten Behauptungen zwar best&#228;tigen werde, diese Angaben jedoch wahrheitswidrig seien. Eine solche Prognose hinsichtlich des Inhalts der zu er-wartenden Aussage und dessen Bewertung als unwahr kann Grundlage der Ab-lehnung eines Beweisantrags gem&#228;&#223; § 244 Abs. 5 Satz 2 StPO sein (vgl. BGHSt 40, 60, 62). Der hierf&#252;r erforderliche Gerichtsbeschluss (§ 244 Abs. 6 StPO) muss jedoch die f&#252;r die Ablehnung wesentlichen Gesichtspunkte, wenn auch nicht in allen Einzelheiten, so doch in ihrem tats&#228;chlichen Kern verdeutlichen. Die Begr&#252;ndung der Ablehnung eines Beweisantrages ist nicht nur gegebenenfalls Grundlage einer revisionsrechtlichen &#220;berpr&#252;fung der Ablehnung, sondern sie hat auch die Funktion, den Antragsteller davon zu unterrichten, wie das Gericht den Antrag sieht, damit er sich in seiner Verteidigung auf die Verfahrenslage ein-stellen kann, die durch die Antragsablehnung entstanden ist (BGHSt 40, 60, 63 m.w.N.). Diesen Anforderungen wird der Beschluss der Strafkammer nicht gerecht, weil er nicht konkretisiert ist</em>.“</p></blockquote>
<p>Ergebnis: Insoweit Aufhebung des Urteils des LG.</p>


<p>Siehe auch:<ol><li><a href='http://blog.strafrecht-online.de/2009/10/durch-beweisantrag-entstandene-verfahrensverzoegerung-darf-dem-betroffenen-nicht-angelastet-werden/' rel='bookmark' title='Permanent Link: OLG Hamm: Durch Beweisantrag entstandene Verfahrensverz&#246;gerung darf dem Betroffenen nicht angelastet werden'>OLG Hamm: Durch Beweisantrag entstandene Verfahrensverz&#246;gerung darf dem Betroffenen nicht angelastet werden</a> <small>Das muss man ja erst mal drauf  kommen. In einem OWi-Verfahren hatte das AG trotz &#220;berschreiten der &#8220;2-Jahres-Grenze&#8221; nicht vom...</small></li>
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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Schnell ist das scharfe Schwert der Versp&#228;tung gez&#252;ckt&#8230;</title>
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		<pubDate>Sat, 05 Jun 2010 07:27:44 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Immer wieder machen die AG im OWi-Verfahren bei der Ablehnung eines Beweisantrages vom scharfen Schwert der Ablehnung wegen Versp&#228;tung (§ 77 Abs. 2 Nr. 2 OWiG) Gebrauch (es ist ja so einfach ), ohne dabei zu bedenken, dass das nur dann sticht, wenn die Hauptverhandlung ausgesetzt &#8211; nicht nur unterbrochen &#8211; werden muss. Dass es [...]


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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Immer wieder machen die AG im OWi-Verfahren bei der Ablehnung eines Beweisantrages vom scharfen Schwert der Ablehnung wegen Versp&#228;tung (§ 77 Abs. 2 Nr. 2 OWiG) Gebrauch (es ist ja so einfach <img src='http://blog.strafrecht-online.de/wp-includes/images/smilies/icon_sad.gif' alt=':-(' class='wp-smiley' /> ), ohne dabei zu bedenken, dass das nur dann sticht, wenn die Hauptverhandlung ausgesetzt &#8211; nicht nur unterbrochen &#8211; werden muss.</p>
<p>Dass es auf die Aussetzung ankommt, hat das OLG Hamm jetzt gerade einer Amtsrichterin noch einmal ins Stammbuch geschrieben (vgl. <a href="http://www.strafrecht-online.de/inhalte/strafrechtliche-entscheidungen/aktuelle-urteile/olg-hamm-beschl-v-04052010-2-rbs-3510/" class="liinternal">Beschl. v. 04.05.2010 &#8211; 2 RBs 35/10</a>). Allerdings hat deren Fehler (?) dem Betroffenen nicht viel gebracht. Denn der Verteidiger hatte die Rechtsbeschwerde/Verfahrensr&#252;ge nicht ausreichend begr&#252;ndet. Aus ihr muss sich n&#228;mlich ergeben, dass es nicht zur Aussetzung gekommen w&#228;re. Dennoch: Das OLG hat aufgehoben, weil das AG auch den Rechtsfolgenausspruch, vor allem das Fahrverbot nicht gen&#252;gend begr&#252;ndet hatte. Also: Wenigstens insoweit noch einmal. Und die Uhr tickt&#8230;</p>


<p>Siehe auch:<ol><li><a href='http://blog.strafrecht-online.de/2009/10/olg-hamm-3-ss-owi-68909-lehrbuch-fuer-verteidiger/' rel='bookmark' title='Permanent Link: OLG Hamm 3 Ss OWi 689/09: Lehrbuch f&#252;r Verteidiger'>OLG Hamm 3 Ss OWi 689/09: Lehrbuch f&#252;r Verteidiger</a> <small>Der Beschluss des OLG Hamm vom 15. 09. 2009 in der Sache 3 Ss OWi 689/09 zeigt m.E. deutlich, was...</small></li>
<li><a href='http://blog.strafrecht-online.de/2010/05/gut-ding-will-weile-haben/' rel='bookmark' title='Permanent Link: Gut Ding will Weile haben'>Gut Ding will Weile haben</a> <small>k&#246;nnte man &#252;ber den Beschluss des OLG Hamm vom 28.03.2010 &#8211; 3 RBs 28/09 schreiben, den mir heute ein Kollege...</small></li>
<li><a href='http://blog.strafrecht-online.de/2009/11/olg-bamberg-keine-freifahrt-gegen-den-entbindungsantrag-73-owig/' rel='bookmark' title='Permanent Link: OLG Bamberg: Keine Freifahrt gegen den Entbindungsantrag (§ 73 OWiG)'>OLG Bamberg: Keine Freifahrt gegen den Entbindungsantrag (§ 73 OWiG)</a> <small>Die Ablehnung eines sog. Entbindungsantrages (§ 73 OWiG) ist in der Praxis der AG nicht selten der Versuch, die Verwerfung...</small></li>
</ol></p>]]></content:encoded>
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		<pubDate>Thu, 27 May 2010 17:37:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Detlef Burhoff</dc:creator>
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		<description><![CDATA[k&#246;nnte man &#252;ber den Beschluss des OLG Hamm vom 28.03.2010 &#8211; 3 RBs 28/09 schreiben, den mir heute ein Kollege hat zukommen lassen. Nach der ersten Durchsicht dachte ich zun&#228;chst: Ei, ein Knaller, da schon wieder eine Messfahrzeugproblematik. Die war aber offenbar an mir vorbei gegangen bzw. mir aus letzter Zeit nicht bewusst. Bei n&#228;herem Hinsehen [...]


Siehe auch:<ol><li><a href='http://blog.strafrecht-online.de/2010/05/zu-vielweit-beschraenktes-fahrverbot-das-ag-hatte-es-zu-gut-gemeint/' rel='bookmark' title='Permanent Link: Zu viel/weit beschr&#228;nktes Fahrverbot &#8211; das AG hatte es zu gut gemeint'>Zu viel/weit beschr&#228;nktes Fahrverbot &#8211; das AG hatte es zu gut gemeint</a> <small>Das AG hatte dem Betroffenen was Gutes tun wollen und hatte das gegen ihn verh&#228;ngte Fahrverbotauf &#8220;montags bis samstags f&#252;r...</small></li>
<li><a href='http://blog.strafrecht-online.de/2009/10/durch-beweisantrag-entstandene-verfahrensverzoegerung-darf-dem-betroffenen-nicht-angelastet-werden/' rel='bookmark' title='Permanent Link: OLG Hamm: Durch Beweisantrag entstandene Verfahrensverz&#246;gerung darf dem Betroffenen nicht angelastet werden'>OLG Hamm: Durch Beweisantrag entstandene Verfahrensverz&#246;gerung darf dem Betroffenen nicht angelastet werden</a> <small>Das muss man ja erst mal drauf  kommen. In einem OWi-Verfahren hatte das AG trotz &#220;berschreiten der &#8220;2-Jahres-Grenze&#8221; nicht vom...</small></li>
<li><a href='http://blog.strafrecht-online.de/2010/06/schnell-ist-das-scharfe-schwert-der-verspaetung-gezueckt/' rel='bookmark' title='Permanent Link: Schnell ist das scharfe Schwert der Versp&#228;tung gez&#252;ckt&#8230;'>Schnell ist das scharfe Schwert der Versp&#228;tung gez&#252;ckt&#8230;</a> <small>Immer wieder machen die AG im OWi-Verfahren bei der Ablehnung eines Beweisantrages vom scharfen Schwert der Ablehnung wegen Versp&#228;tung (§...</small></li>
</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>k&#246;nnte man &#252;ber den Beschluss des <a href="http://www.strafrecht-online.de/inhalte/strafrechtliche-entscheidungen/aktuelle-urteile/olg-hamm-beschl-v-28032010-3-rbs-2809/" class="liinternal">OLG Hamm vom 28.03.2010 &#8211; 3 RBs 28/09</a> schreiben, den mir heute ein Kollege hat zukommen lassen.</p>
<p>Nach der ersten Durchsicht dachte ich zun&#228;chst: Ei, ein Knaller, da schon wieder eine Messfahrzeugproblematik. Die war aber offenbar an mir vorbei gegangen bzw. mir aus letzter Zeit nicht bewusst. Bei n&#228;herem Hinsehen stellte ich dann fest, dass es sich  &#8221;nur&#8221; um die alte, vom AG L&#252;dinghausen  &#8221;aufgedeckte&#8221; 2007er CAN-Bus-Problematik handelt. Also kein Knaller. Aber dann: M.E. doch berichtenswert, weil man sich die Verfahrensdaten mal anschauen muss:</p>
<ul>
<li> 31.01.2007: Tat</li>
<li> 06.11.2008: amtsgerichtliche Entscheidung</li>
<li> 27.01.2009: Verwerfungsantrag der GStA (= Verfahren ist beim OLG)</li>
<li> 28.03.2010: Entscheidung des OLG: Aufhebung und Zur&#252;ckverweisung</li>
</ul>
<p>Den Betroffenen wird dieser Zeitablauf freuen, denn das vom AG verh&#228;ngte Fahrverbot wird wohl kaum noch einmal verh&#228;ngt werden d&#252;rfen/k&#246;nnen.</p>
<p>Die Frage, die sich im &#220;brigen stellt: Warum dauert das Verfahren so/zu lange; dass es zu lange gedauert hat, hat das OLG selbst erkannt, da es die Frage der Verfahrensverz&#246;gerung er&#246;rtert, aber noch nicht f&#252;r kompensationsw&#252;rdig h&#228;lt, &#8220;wegen der zu entscheidenden Rechtsfragen&#8221;.  Aber, was war denn Dramatisches zu entscheiden?. Dass ein Beweisantrag nach § 77 Abs. 2 Nr. 2 OWiG nur wegen Versp&#228;tung abgelehnt werden darf, wenn die Aufkl&#228;rungspflicht die Beweiserhebung nicht gebietet, hatte der Senat doch schon 2004 entschieden. Das ist also nichts Neues. Und sonst? Schwierige Rechtsfragen kann man dem Beschluss nicht entnehmen. Damit bleibt es f&#252;r mich im Dunklen, warum es so lange gedauert hat.</p>
<p>Es kann nat&#252;rlich sein &#8211; und das w&#252;rde das OLG retten &#8211; wenn die Antwort auf die Anfrage an das IM NRW, die der Senat am 28.04.2009 gestellt hat &#8211; jedenfalls verstehe ich den Beschluss so &#8211; so/zu lange hat auf sich warten lassen, dass erst im M&#228;rz 2010 eine Entscheidung des OLG m&#246;glich war. Aber das h&#228;tte man wahrscheinlich geschrieben. <img src='http://blog.strafrecht-online.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> . Nichts desto trotz: Den Betroffenen wird das alles freuen, weil: Gut Ding will (eben) Weile haben; oder: Das Fahrverbot d&#252;rfte sich durch Zeitablauf erledigt haben.</p>


<p>Siehe auch:<ol><li><a href='http://blog.strafrecht-online.de/2010/05/zu-vielweit-beschraenktes-fahrverbot-das-ag-hatte-es-zu-gut-gemeint/' rel='bookmark' title='Permanent Link: Zu viel/weit beschr&#228;nktes Fahrverbot &#8211; das AG hatte es zu gut gemeint'>Zu viel/weit beschr&#228;nktes Fahrverbot &#8211; das AG hatte es zu gut gemeint</a> <small>Das AG hatte dem Betroffenen was Gutes tun wollen und hatte das gegen ihn verh&#228;ngte Fahrverbotauf &#8220;montags bis samstags f&#252;r...</small></li>
<li><a href='http://blog.strafrecht-online.de/2009/10/durch-beweisantrag-entstandene-verfahrensverzoegerung-darf-dem-betroffenen-nicht-angelastet-werden/' rel='bookmark' title='Permanent Link: OLG Hamm: Durch Beweisantrag entstandene Verfahrensverz&#246;gerung darf dem Betroffenen nicht angelastet werden'>OLG Hamm: Durch Beweisantrag entstandene Verfahrensverz&#246;gerung darf dem Betroffenen nicht angelastet werden</a> <small>Das muss man ja erst mal drauf  kommen. In einem OWi-Verfahren hatte das AG trotz &#220;berschreiten der &#8220;2-Jahres-Grenze&#8221; nicht vom...</small></li>
<li><a href='http://blog.strafrecht-online.de/2010/06/schnell-ist-das-scharfe-schwert-der-verspaetung-gezueckt/' rel='bookmark' title='Permanent Link: Schnell ist das scharfe Schwert der Versp&#228;tung gez&#252;ckt&#8230;'>Schnell ist das scharfe Schwert der Versp&#228;tung gez&#252;ckt&#8230;</a> <small>Immer wieder machen die AG im OWi-Verfahren bei der Ablehnung eines Beweisantrages vom scharfen Schwert der Ablehnung wegen Versp&#228;tung (§...</small></li>
</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>OLG Naumburg: Auch Dritter hat ein Ablehnungsrecht&#8230;.</title>
		<link>http://blog.strafrecht-online.de/2010/01/olg-naumburg-auch-dritter-hat-ein-ablehnungsrecht/</link>
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		<pubDate>Thu, 07 Jan 2010 11:01:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Detlef Burhoff</dc:creator>
				<category><![CDATA[Entscheidung]]></category>
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		<category><![CDATA[Grundrecht]]></category>
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		<guid isPermaLink="false">http://blog.strafrecht-online.de/?p=2029</guid>
		<description><![CDATA[Das OLG Naumburg hat sich in seinem Beschluss v. 02.12.2009 &#8211; 1 Ws 756/09 mit der Frage besch&#228;ftigt, ob auch einem Dritten, von einer Ma&#223;nahme gegen den Angeklagten betroffenen Ma&#223;nahme,  ein Ablehnungsrecht gegen gerichtliche Entscheidungen zusteht und diese Frage bejaht. Das sei ein auf Art. 101 Abs. 1 Satz 2 GG basierendes Grundrecht. Die Entscheidung ist [...]


Siehe auch:<ol><li><a href='http://blog.strafrecht-online.de/2009/12/haftrecht-olg-naumburg-und-verneinte-verdunkelungsgefahr/' rel='bookmark' title='Permanent Link: Haftrecht: OLG Naumburg und (verneinte) Verdunkelungsgefahr'>Haftrecht: OLG Naumburg und (verneinte) Verdunkelungsgefahr</a> <small>Gegen den Angeklagten war ein Verfahren wegen Steuerhinterziehung anh&#228;ngig. In unmittelbarem Zusammenhang mit einer Durchsuchungsma&#223;nahme verschwand ein gef&#252;llter Plastikm&#252;llsack (womit...</small></li>
<li><a href='http://blog.strafrecht-online.de/2009/11/olg-bamberg-keine-freifahrt-gegen-den-entbindungsantrag-73-owig/' rel='bookmark' title='Permanent Link: OLG Bamberg: Keine Freifahrt gegen den Entbindungsantrag (§ 73 OWiG)'>OLG Bamberg: Keine Freifahrt gegen den Entbindungsantrag (§ 73 OWiG)</a> <small>Die Ablehnung eines sog. Entbindungsantrages (§ 73 OWiG) ist in der Praxis der AG nicht selten der Versuch, die Verwerfung...</small></li>
<li><a href='http://blog.strafrecht-online.de/2009/12/strafverfahren-quo-vadis-das-deutsche-strafverfahren-auf-dem-weg-in-den-parteiprozess/' rel='bookmark' title='Permanent Link: Strafverfahren quo vadis? &#8211; Das deutsche Strafverfahren auf dem Weg in den Parteiprozess?'>Strafverfahren quo vadis? &#8211; Das deutsche Strafverfahren auf dem Weg in den Parteiprozess?</a> <small>Erstaunlich, was man da so aus Karlsruhe liest. Seit einigen Jahren ist ja mehr als deutlich zu erkennen, dass sich...</small></li>
</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das OLG Naumburg hat sich in seinem <a href="http://www.strafrecht-online.de/inhalte/strafrechtliche-entscheidungen/aktuelle-urteile/olg-naumburg-beschl-v-02122009-1-ws-75609/" class="liinternal">Beschluss v. 02.12.2009 &#8211; 1 Ws 756/09</a> mit der Frage besch&#228;ftigt, ob auch einem Dritten, von einer Ma&#223;nahme gegen den Angeklagten betroffenen Ma&#223;nahme,  ein Ablehnungsrecht gegen gerichtliche Entscheidungen zusteht und diese Frage bejaht. Das sei ein auf Art. 101 Abs. 1 Satz 2 GG basierendes Grundrecht. Die Entscheidung ist zutreffend, denn auch der nicht eigentlich Verfahrensbeteiligte, aber von gerichtlichen Ma&#223;nahmen betroffene muss die richterliche Unvoreingenommenheit pr&#252;fen lassen k&#246;nnen.</p>


<p>Siehe auch:<ol><li><a href='http://blog.strafrecht-online.de/2009/12/haftrecht-olg-naumburg-und-verneinte-verdunkelungsgefahr/' rel='bookmark' title='Permanent Link: Haftrecht: OLG Naumburg und (verneinte) Verdunkelungsgefahr'>Haftrecht: OLG Naumburg und (verneinte) Verdunkelungsgefahr</a> <small>Gegen den Angeklagten war ein Verfahren wegen Steuerhinterziehung anh&#228;ngig. In unmittelbarem Zusammenhang mit einer Durchsuchungsma&#223;nahme verschwand ein gef&#252;llter Plastikm&#252;llsack (womit...</small></li>
<li><a href='http://blog.strafrecht-online.de/2009/11/olg-bamberg-keine-freifahrt-gegen-den-entbindungsantrag-73-owig/' rel='bookmark' title='Permanent Link: OLG Bamberg: Keine Freifahrt gegen den Entbindungsantrag (§ 73 OWiG)'>OLG Bamberg: Keine Freifahrt gegen den Entbindungsantrag (§ 73 OWiG)</a> <small>Die Ablehnung eines sog. Entbindungsantrages (§ 73 OWiG) ist in der Praxis der AG nicht selten der Versuch, die Verwerfung...</small></li>
<li><a href='http://blog.strafrecht-online.de/2009/12/strafverfahren-quo-vadis-das-deutsche-strafverfahren-auf-dem-weg-in-den-parteiprozess/' rel='bookmark' title='Permanent Link: Strafverfahren quo vadis? &#8211; Das deutsche Strafverfahren auf dem Weg in den Parteiprozess?'>Strafverfahren quo vadis? &#8211; Das deutsche Strafverfahren auf dem Weg in den Parteiprozess?</a> <small>Erstaunlich, was man da so aus Karlsruhe liest. Seit einigen Jahren ist ja mehr als deutlich zu erkennen, dass sich...</small></li>
</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Strafverfahren quo vadis? &#8211; Das deutsche Strafverfahren auf dem Weg in den Parteiprozess?</title>
		<link>http://blog.strafrecht-online.de/2009/12/strafverfahren-quo-vadis-das-deutsche-strafverfahren-auf-dem-weg-in-den-parteiprozess/</link>
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		<pubDate>Sat, 26 Dec 2009 08:14:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Detlef Burhoff</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Hauptverhandlung]]></category>
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		<category><![CDATA[BVerfG]]></category>
		<category><![CDATA[Parteiprozess]]></category>
		<category><![CDATA[Prozessverschleppung]]></category>

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		<description><![CDATA[Erstaunlich, was man da so aus Karlsruhe liest. Seit einigen Jahren ist ja mehr als deutlich zu erkennen, dass sich der Ton im Strafverfahren deutlich versch&#228;rft. Das gilt vor allem auch f&#252;r das Beweisantragsrecht, wo immer mehr auf Prozessverschleppung abgestellt wird und der BGH ja eine vom Gesetz nicht vorgesehene Fristsetzung eingef&#252;hrt hat. Die wird [...]


Siehe auch:<ol><li><a href='http://blog.strafrecht-online.de/2010/06/absprache-und-verschlechterungsverbot/' rel='bookmark' title='Permanent Link: Absprache und Verschlechterungsverbot, oder die &#8220;Vertragsgrundlage&#8221; im Strafverfahren'>Absprache und Verschlechterungsverbot, oder die &#8220;Vertragsgrundlage&#8221; im Strafverfahren</a> <small>Es ist deutlich zu merken, dass die Neuregelung des § 257c StPO (Verst&#228;ndigung) bei den Instanzgerichten und damit auch beim...</small></li>
<li><a href='http://blog.strafrecht-online.de/2010/07/divergenzvorlage-zum-bgh-im-strafverfahren-wenn-es-um-die-sicherungsverwahrung-geht/' rel='bookmark' title='Permanent Link: Divergenzvorlage zum BGH im Strafverfahren, wenn es um die Sicherungsverwahrung geht'>Divergenzvorlage zum BGH im Strafverfahren, wenn es um die Sicherungsverwahrung geht</a> <small>Da habe ich gerade am 09.07.2010 zur Divergenzvorlage im Strafverfahren gebloggt (vgl. hier) und das noch als Frage gesehen, da...</small></li>
<li><a href='http://blog.strafrecht-online.de/2010/05/bverfg-entscheidung-m-e-an-sich-nach-dem-2-opferrrgueberholt-kommentar-zu-kollegen-ferners-posting-zeugenbeistand-bverfg-staerkt-zeugenrecht-auf-rechtsanwalt/' rel='bookmark' title='Permanent Link: BVerfG-Entscheidung m.E. an sich nach dem 2. OpferRRG &#252;berholt &#8211; Kommentar zu Kollegen Ferners Posting: &#8220;Zeugenbeistand: BVerfG st&#228;rkt Zeugenrecht auf Rechtsanwalt&#8221;'>BVerfG-Entscheidung m.E. an sich nach dem 2. OpferRRG &#252;berholt &#8211; Kommentar zu Kollegen Ferners Posting: &#8220;Zeugenbeistand: BVerfG st&#228;rkt Zeugenrecht auf Rechtsanwalt&#8221;</a> <small>Der Kollege Ferner weist in seinem Blog gerade auf die Entscheidung des BVerfG v. 10.03.2009 &#8211; 2 BvR 941/09 &#8211;...</small></li>
</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Erstaunlich, was man da so aus Karlsruhe liest. Seit einigen Jahren ist ja mehr als deutlich zu erkennen, dass sich der Ton im Strafverfahren deutlich versch&#228;rft. Das gilt vor allem auch f&#252;r das Beweisantragsrecht, wo immer mehr auf Prozessverschleppung abgestellt wird und der BGH ja eine vom Gesetz nicht vorgesehene Fristsetzung eingef&#252;hrt hat. Die wird von den Instanzgerichten gerne aufgegriffen und das f&#252;hrt dann dazu, dass teilweise schon nach kurzem Verfahrenslauf Fristen zur Stellung weiterer Beweisantr&#228;ge gesetzt werden. Und zwar Fristen von nur einem Tag. Zwar ist eine gewisse Entspannung eingetreten durch die Entscheidung des<a href="http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&amp;Art=en&amp;sid=430fbeb684977641567119042a1a6600&amp;nr=48889&amp;pos=0&amp;anz=1" target="_blank" class="liexternal"> 5. Strafsenats </a>- da ging es um so kurze Fristen &#8211; und auch der <a href="http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&amp;Art=en&amp;sid=c760e939853614d4000e157e93b3d479&amp;nr=50057&amp;pos=0&amp;anz=2" target="_blank" class="liexternal">1. Strafsenat </a>- ansonsten immer vorne weg bei diesem &#8220;Spiel&#8221; &#8211; ist ja vor kurzem etwas zur&#252;ckgerudert. Jetzt ist ein wenig M&#228;&#223;igung angesagt. Wer allerdings auf Hilfe von ganz oben gehofft hatte &#8211; also vom BVerfG -, der wird entt&#228;uscht. Der<a href="http://www.bverfg.de/entscheidungen/rk20091006_2bvr258008.html" target="_blank" class="liexternal"> Beschluss vom 06.10.2009, 2 BvR 2580/09</a> segnet diese Verfahrensweise ab und stellt im Strafverfahren einen weiteren Schritt auf dem Weg in den Parteiprozesse dar. Und nicht nur hier, sondern auch im Bu&#223;geldverfahren. &#220;berall lesen wir: Der Beschuldigte/Betroffene hat nicht geltend gemacht usw. Wo steht das eigentlich in der StPO. Strafverfahren quo vadis?</p>


<p>Siehe auch:<ol><li><a href='http://blog.strafrecht-online.de/2010/06/absprache-und-verschlechterungsverbot/' rel='bookmark' title='Permanent Link: Absprache und Verschlechterungsverbot, oder die &#8220;Vertragsgrundlage&#8221; im Strafverfahren'>Absprache und Verschlechterungsverbot, oder die &#8220;Vertragsgrundlage&#8221; im Strafverfahren</a> <small>Es ist deutlich zu merken, dass die Neuregelung des § 257c StPO (Verst&#228;ndigung) bei den Instanzgerichten und damit auch beim...</small></li>
<li><a href='http://blog.strafrecht-online.de/2010/07/divergenzvorlage-zum-bgh-im-strafverfahren-wenn-es-um-die-sicherungsverwahrung-geht/' rel='bookmark' title='Permanent Link: Divergenzvorlage zum BGH im Strafverfahren, wenn es um die Sicherungsverwahrung geht'>Divergenzvorlage zum BGH im Strafverfahren, wenn es um die Sicherungsverwahrung geht</a> <small>Da habe ich gerade am 09.07.2010 zur Divergenzvorlage im Strafverfahren gebloggt (vgl. hier) und das noch als Frage gesehen, da...</small></li>
<li><a href='http://blog.strafrecht-online.de/2010/05/bverfg-entscheidung-m-e-an-sich-nach-dem-2-opferrrgueberholt-kommentar-zu-kollegen-ferners-posting-zeugenbeistand-bverfg-staerkt-zeugenrecht-auf-rechtsanwalt/' rel='bookmark' title='Permanent Link: BVerfG-Entscheidung m.E. an sich nach dem 2. OpferRRG &#252;berholt &#8211; Kommentar zu Kollegen Ferners Posting: &#8220;Zeugenbeistand: BVerfG st&#228;rkt Zeugenrecht auf Rechtsanwalt&#8221;'>BVerfG-Entscheidung m.E. an sich nach dem 2. OpferRRG &#252;berholt &#8211; Kommentar zu Kollegen Ferners Posting: &#8220;Zeugenbeistand: BVerfG st&#228;rkt Zeugenrecht auf Rechtsanwalt&#8221;</a> <small>Der Kollege Ferner weist in seinem Blog gerade auf die Entscheidung des BVerfG v. 10.03.2009 &#8211; 2 BvR 941/09 &#8211;...</small></li>
</ol></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>BGH &#8211; 1. Strafsenat rudert bei den Beweisantr&#228;gen zur&#252;ck &#8211;</title>
		<link>http://blog.strafrecht-online.de/2009/12/bgh-1-strafsenat-rudert-bei-den-beweisantraegen-zurueck/</link>
		<comments>http://blog.strafrecht-online.de/2009/12/bgh-1-strafsenat-rudert-bei-den-beweisantraegen-zurueck/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 07 Dec 2009 07:03:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Detlef Burhoff</dc:creator>
				<category><![CDATA[Entscheidung]]></category>
		<category><![CDATA[Hauptverhandlung]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Tendenz in der Rechtsprechung des BGH hinsichtlich der Ablehnung der Beweisantr&#228;ge wegen Prozessverschleppung/Versp&#228;tung war in der Verganagenheit m.E. eindeutig auf Versch&#228;rfung angelegt. Besonders der 1. Strafsenat hatte sich da hervorgetan. Nachdem nun aber schon der 5. Strafsenat vor einiger Zeit zur M&#228;&#223;igung aufgerufen hatte, kommen jetzt auch vom 1. Strafsenat mildere T&#246;ne. In seinem [...]


Siehe auch:<ol><li><a href='http://blog.strafrecht-online.de/2009/09/5-strafsenat-des-bgh-so-geht-es-nicht-gott-sei-dank/' rel='bookmark' title='Permanent Link: 5. Strafsenat des BGH: So geht es nicht. Gott sei Dank'>5. Strafsenat des BGH: So geht es nicht. Gott sei Dank</a> <small>Der 5. Strafsenat des BGH warnt bzw. schert aus aus der „obiter-dictum-Rechtsprechung“ des BGH, die vor allem der 1. Strafsenat...</small></li>
<li><a href='http://blog.strafrecht-online.de/2010/07/lob-von-hoechster-stelle-fuer-den-1-strafsenat-des-bgh/' rel='bookmark' title='Permanent Link: &#8220;Lob&#8221; von &#8220;h&#246;chster Stelle&#8221; f&#252;r den 1. Strafsenat des BGH &#8212;&#8212;'>&#8220;Lob&#8221; von &#8220;h&#246;chster Stelle&#8221; f&#252;r den 1. Strafsenat des BGH &#8212;&#8212;</a> <small>Der 1.. Strafsenat des BGH hat in seinem Selbstanzeigebeschluss vom 20. 5. 2010 (1 StR 577/09 quasi ein neues Selbstanzeigrecht...</small></li>
<li><a href='http://blog.strafrecht-online.de/2010/06/der-bgh-und-der-auslandszeuge-aus-litauen/' rel='bookmark' title='Permanent Link: Der BGH, der Beweisantrag und der Auslandszeuge aus Litauen'>Der BGH, der Beweisantrag und der Auslandszeuge aus Litauen</a> <small>Im BGH-Beschl. v. 28.04.2010 &#8211; 1 StR 644/09 -  hat der BGH zum Beweisantrag auf Vernehmung eines Auslandszeugen Stellung genommen....</small></li>
</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Tendenz in der Rechtsprechung des BGH hinsichtlich der Ablehnung der Beweisantr&#228;ge wegen Prozessverschleppung/Versp&#228;tung war in der Verganagenheit m.E. eindeutig auf Versch&#228;rfung angelegt. Besonders der 1. Strafsenat hatte sich da hervorgetan. Nachdem nun aber schon der 5. Strafsenat vor einiger Zeit zur M&#228;&#223;igung aufgerufen hatte, kommen jetzt auch vom 1. Strafsenat mildere T&#246;ne. In seinem <a href="http://www.strafrecht-online.de/inhalte/strafrechtliche-entscheidungen/aktuelle-urteile/bgh-beschl-v-10112009-1-str-16209/" class="liinternal">Beschl. v. 10.11.2009 &#8211; 1 StR 162/09</a> f&#252;hrt er aus, dass der Vorsitzende zwar nach Abschluss der vom Gericht nach Ma&#223;stab der Aufkl&#228;rungspflicht f&#252;r geboten gehaltenen Beweiserhebungen die &#252;brigen Verfahrensbeteiligten unter Fristsetzung auffordern kann, etwaige Beweisantr&#228;ge zu stellen. Das Verstreichen dieser Frist f&#252;hre aber nicht dazu, dass hiernach gestellte Beweisantr&#228;ge vom Gericht als versp&#228;tet abgelehnt werden k&#246;nnen oder &#252;berhaupt nicht mehr zu bescheiden sind. Die Frist stelle keine Ausschlussfrist dar; sie l&#228;sst die Pflicht des Gerichts zur Ermittlung des wahren Sachverhalts unber&#252;hrt. Es sei deshalb ausgeschlossen, einen Beweisantrag allein aufgrund eines zeitlich verz&#246;gerten Vorbringens abzulehnen.</p>
<p>Hauptsache die Instanzgerichte h&#246;ren diese Schalmeienkl&#228;nge auch.</p>


<p>Siehe auch:<ol><li><a href='http://blog.strafrecht-online.de/2009/09/5-strafsenat-des-bgh-so-geht-es-nicht-gott-sei-dank/' rel='bookmark' title='Permanent Link: 5. Strafsenat des BGH: So geht es nicht. Gott sei Dank'>5. Strafsenat des BGH: So geht es nicht. Gott sei Dank</a> <small>Der 5. Strafsenat des BGH warnt bzw. schert aus aus der „obiter-dictum-Rechtsprechung“ des BGH, die vor allem der 1. Strafsenat...</small></li>
<li><a href='http://blog.strafrecht-online.de/2010/07/lob-von-hoechster-stelle-fuer-den-1-strafsenat-des-bgh/' rel='bookmark' title='Permanent Link: &#8220;Lob&#8221; von &#8220;h&#246;chster Stelle&#8221; f&#252;r den 1. Strafsenat des BGH &#8212;&#8212;'>&#8220;Lob&#8221; von &#8220;h&#246;chster Stelle&#8221; f&#252;r den 1. Strafsenat des BGH &#8212;&#8212;</a> <small>Der 1.. Strafsenat des BGH hat in seinem Selbstanzeigebeschluss vom 20. 5. 2010 (1 StR 577/09 quasi ein neues Selbstanzeigrecht...</small></li>
<li><a href='http://blog.strafrecht-online.de/2010/06/der-bgh-und-der-auslandszeuge-aus-litauen/' rel='bookmark' title='Permanent Link: Der BGH, der Beweisantrag und der Auslandszeuge aus Litauen'>Der BGH, der Beweisantrag und der Auslandszeuge aus Litauen</a> <small>Im BGH-Beschl. v. 28.04.2010 &#8211; 1 StR 644/09 -  hat der BGH zum Beweisantrag auf Vernehmung eines Auslandszeugen Stellung genommen....</small></li>
</ol></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>OLG Bamberg: Keine Freifahrt gegen den Entbindungsantrag (§ 73 OWiG)</title>
		<link>http://blog.strafrecht-online.de/2009/11/olg-bamberg-keine-freifahrt-gegen-den-entbindungsantrag-73-owig/</link>
		<comments>http://blog.strafrecht-online.de/2009/11/olg-bamberg-keine-freifahrt-gegen-den-entbindungsantrag-73-owig/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 16 Nov 2009 11:40:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Detlef Burhoff</dc:creator>
				<category><![CDATA[Entscheidung]]></category>
		<category><![CDATA[Hauptverhandlung]]></category>
		<category><![CDATA[OWi]]></category>
		<category><![CDATA[Ablehnung]]></category>
		<category><![CDATA[Begründung]]></category>
		<category><![CDATA[Entbindungsantrag]]></category>
		<category><![CDATA[OLG Bamberg]]></category>
		<category><![CDATA[Verwerfungsurteil]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.strafrecht-online.de/?p=1722</guid>
		<description><![CDATA[Die Ablehnung eines sog. Entbindungsantrages (§ 73 OWiG) ist in der Praxis der AG nicht selten der Versuch, die Verwerfung des Einspruchs des (dann sp&#228;ter nicht erschienen) Betroffenen nach § 74 Abs. 2 OWiG vorzubereiten. Allerdings darf an der Stelle nicht &#252;bersehen werden, dass die OLG hier eine verh&#228;ltnism&#228;&#223;ig strenge Rechtsprechung fahren, was h&#228;ufig dazu [...]


Siehe auch:<ol><li><a href='http://blog.strafrecht-online.de/2009/11/videomessung-antwort-aus-bamberg/' rel='bookmark' title='Permanent Link: Videomessung: OLG Bamberg antwortet kurz und zackig&#8230;..'>Videomessung: OLG Bamberg antwortet kurz und zackig&#8230;..</a> <small>Da ist die erste Antwort aus Bayern vom OLG Bamberg auf die mit der Videomessung zusammenh&#228;ngenden Fragen. Das OLG Bamberg...</small></li>
<li><a href='http://blog.strafrecht-online.de/2010/03/videomessung-und-kein-ende-olg-bamberg-zu-multanova-vr-6f-und-es-1-0/' rel='bookmark' title='Permanent Link: Videomessung und kein Ende&#8230; OLG Bamberg zu Multanova VR 6F und Es 1.0'>Videomessung und kein Ende&#8230; OLG Bamberg zu Multanova VR 6F und Es 1.0</a> <small>Nach Auffassung des OLG Bamberg (vgl. Beschl. v. 25.02.2010 &#8211; 3 Ss OWi 206/10) ist § 100h I 1 Nr....</small></li>
<li><a href='http://blog.strafrecht-online.de/2010/01/olg-bamberg-greift-beim-beweisverwertungsverbot-zu-kurz/' rel='bookmark' title='Permanent Link: OLG Bamberg greift beim Beweisverwertungsverbot zu kurz?'>OLG Bamberg greift beim Beweisverwertungsverbot zu kurz?</a> <small>Das OLG Bamberg hat in seinem Beschluss vom  20. 11. 2009 - 2 Ss OWi 1283/09 ein Beweisverwertungsverbot nach einer Blutentnahme unter...</small></li>
</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Ablehnung eines sog. Entbindungsantrages (§ 73 OWiG) ist in der Praxis der AG nicht selten der Versuch, die Verwerfung des Einspruchs des (dann sp&#228;ter nicht erschienen) Betroffenen nach § 74 Abs. 2 OWiG vorzubereiten. Allerdings darf an der Stelle nicht &#252;bersehen werden, dass die OLG hier eine verh&#228;ltnism&#228;&#223;ig strenge Rechtsprechung fahren, was h&#228;ufig dazu f&#252;hrt, dass die Verwerfungsurteile aufgehoben werden. So auch das OLG Bamberg in einem <a href="https://www.strafrecht-online.de/inhalte/strafrechtliche-entscheidungen/aktuelle-urteile/olg-bamberg-beschl-v-17082009-3-ss-owi-78009/" class="liinternal">Beschl. vom 17.08.2009 (3 Ss OWI 780/09)</a>.</p>
<p>Das OLG hat darin deutlich darauf hingewiesen, dass die dort vom AG gew&#228;hlte Ablehnungsbegr&#252;ndung reine Spekulation ist. Das AG hatte den Entbindungsantrag n&#228;mlich u.a. damit abgelehnt:</p>
<blockquote><p>&#8220;Die Vernehmung eines Zeugen l&#228;sst sich in Anwesenheit des Betroffenen effektiver gestalten, da die Vorhalte aus vorangegangenen Einlassungen des Betroffenen eine der Wahrheitsfindung f&#246;rderliche Wirkung auf den Zeugen insbesondere dann entfalten, wenn der Betroffene hierbei selbst anwesend ist, auch wenn er sich in der Hauptverhandlung nicht mehr &#228;u&#223;ert. Da nach Aktenlage Beweiserhebungen in der Hauptverhandlung zu erwarten waren, die ihrem Inhalt nach im Widerspruch zu den Angaben des Betroffenen im Rahmen seiner Anh&#246;rung stehen, w&#228;re dar&#252;ber hinaus naheliegend gewesen, dass der Betroffene in der Hauptverhandlung seinen Entschluss zur Aussageverweigerung revidiert.&#8221;</p></blockquote>
<p>Zutreffend weist das OLG in seiner Entscheidung zudem noch darauf hin, dass die vom AG angestellten, nicht f&#252;r den Einzelfall konkret begr&#252;ndeten Erw&#228;gungen in ihrer Allgemeinheit auf jedes beliebige Bu&#223;geldverfahren &#252;bertragen werden k&#246;nnten und somit § 73 Abs. 2 OWiG vollst&#228;ndig unterlaufen werden k&#246;nnte. Es gibt also keinen „Freifahrtschein“ gegen die Entbindung. Lesenswert.</p>


<p>Siehe auch:<ol><li><a href='http://blog.strafrecht-online.de/2009/11/videomessung-antwort-aus-bamberg/' rel='bookmark' title='Permanent Link: Videomessung: OLG Bamberg antwortet kurz und zackig&#8230;..'>Videomessung: OLG Bamberg antwortet kurz und zackig&#8230;..</a> <small>Da ist die erste Antwort aus Bayern vom OLG Bamberg auf die mit der Videomessung zusammenh&#228;ngenden Fragen. Das OLG Bamberg...</small></li>
<li><a href='http://blog.strafrecht-online.de/2010/03/videomessung-und-kein-ende-olg-bamberg-zu-multanova-vr-6f-und-es-1-0/' rel='bookmark' title='Permanent Link: Videomessung und kein Ende&#8230; OLG Bamberg zu Multanova VR 6F und Es 1.0'>Videomessung und kein Ende&#8230; OLG Bamberg zu Multanova VR 6F und Es 1.0</a> <small>Nach Auffassung des OLG Bamberg (vgl. Beschl. v. 25.02.2010 &#8211; 3 Ss OWi 206/10) ist § 100h I 1 Nr....</small></li>
<li><a href='http://blog.strafrecht-online.de/2010/01/olg-bamberg-greift-beim-beweisverwertungsverbot-zu-kurz/' rel='bookmark' title='Permanent Link: OLG Bamberg greift beim Beweisverwertungsverbot zu kurz?'>OLG Bamberg greift beim Beweisverwertungsverbot zu kurz?</a> <small>Das OLG Bamberg hat in seinem Beschluss vom  20. 11. 2009 - 2 Ss OWi 1283/09 ein Beweisverwertungsverbot nach einer Blutentnahme unter...</small></li>
</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Dolmetscher f&#252;r Verdachtspersonen &#8211; Bundesrat will nicht wirklich&#8230;</title>
		<link>http://blog.strafrecht-online.de/2009/10/1351/</link>
		<comments>http://blog.strafrecht-online.de/2009/10/1351/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 02 Oct 2009 06:24:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Detlef Burhoff</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Gesetzes-vorhaben]]></category>
		<category><![CDATA[Verfahrensrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Ablehnung]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesrat]]></category>
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		<category><![CDATA[EU-Vorschlag]]></category>
		<category><![CDATA[Verdachtsperson]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich hatte zun&#228;chst gedacht, eine Meldung aus dem Bundesrat k&#246;nnte Argumentationshilfe sein in der Problematik, Dolmetscher ja oder nein. Denn die Europ&#228;ische Kommission hatte ja mit ihrem am 08.07.2009 angenommenen Vorschlag eines Rahmenbeschluss des Rates gefordert, dass EU-weit Mindestnormen f&#252;r das Recht auf Verdolmetschung und &#220;bersetzung in Strafverfahren eingef&#252;hrt werden. Vorgesehen ist darin auch ein Anspruch auf [...]


Siehe auch:<ol><li><a href='http://blog.strafrecht-online.de/2010/03/bundesrat-billigt-europaeisches-geldsanktionengesetz/' rel='bookmark' title='Permanent Link: Bundesrat billigt Europ&#228;isches Geldsanktionengesetz'>Bundesrat billigt Europ&#228;isches Geldsanktionengesetz</a> <small>Der Bundesrat billigte am 05.03.2010 einen Gesetzentwurf der Bundesregierung (BR-Drs. 34/10), der auf einen EU-Rahmenbeschluss zur&#252;ckgeht. Danach sollen im EU-Ausland...</small></li>
<li><a href='http://blog.strafrecht-online.de/2009/04/2-opferrechtsreformgesetz-im-bundesrat/' rel='bookmark' title='Permanent Link: 2. Opferrechtsreformgesetz im Bundesrat'>2. Opferrechtsreformgesetz im Bundesrat</a> <small>Der Bundesrat hat sich am 03.04.2009 detailliert mit dem Regierungsentwurf auseinandergesetzt, der die Rechte von Opfern und Zeugen im Strafverfahren...</small></li>
<li><a href='http://blog.strafrecht-online.de/2009/05/bundesrat-uebt-kritik-an-eu-vorgaben-bei-bekaempfung-von-kindesmissbrauch/' rel='bookmark' title='Permanent Link: Bundesrat &#252;bt Kritik an EU-Vorgaben bei Bek&#228;mpfung von Kindesmissbrauch'>Bundesrat &#252;bt Kritik an EU-Vorgaben bei Bek&#228;mpfung von Kindesmissbrauch</a> <small>Bei den europ&#228;ischen Pl&#228;nen zur Bek&#228;mpfung von Kindesmissbrauch sieht der Bundesrat das deutsche Rechtssystem nicht ausreichend ber&#252;cksichtigt. Zwar unterst&#252;tzt der...</small></li>
</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich hatte zun&#228;chst gedacht, eine Meldung aus dem Bundesrat k&#246;nnte Argumentationshilfe sein in der Problematik, Dolmetscher ja oder nein. Denn die Europ&#228;ische Kommission hatte ja mit ihrem am <a href="http://www.lexisnexis.de/rechtsnews/?p=produkt&amp;aid=163885" class="liinternal">08.07.2009 angenommenen Vorschlag eines Rahmenbeschluss des Rates </a>gefordert, dass EU-weit Mindestnormen f&#252;r das Recht auf Verdolmetschung und &#220;bersetzung in Strafverfahren eingef&#252;hrt werden. Vorgesehen ist darin auch ein Anspruch auf &#220;bersetzung ma&#223;geblicher Prozessunterlagen. So soll sichergestellt werden, dass die gegen Verd&#228;chtige erhobenen Beschuldigungen von ihnen auch verstanden werden.</p>
<p>Zu dem Vorschlag hat dann inzwischen auch schon der Bundesrat Stellung genommen (vgl. BR-Drs. 657/09 und 657/09(B)). Freudig liest man: Der Bundesrat begr&#252;&#223;t das mit dem Rahmenbeschlussvorschlag verfolgte Anliegen, durch die Festlegung gemeinsamer Mindeststandards f&#252;r Verdolmetschung und &#220;bersetzung im Strafverfahren innerhalb der EU das Vertrauen in die Rechtssysteme der anderen Mitgliedstaaten zu st&#228;rken und die gegenseitige Anerkennung von gerichtlichen Entscheidungen zu f&#246;rdern. Die Ausf&#252;hrungen in der Begr&#252;ndung und in den Erw&#228;gungen des Rahmenbeschlussvorschlags seien im Hinblick auf die Rechtsgrundlage des Artikels 31 Absatz 1 Buchstabe c EUV auch grunds&#228;tzlich geeignet, die Kompetenz f&#252;r eine entsprechende Regelung zu begr&#252;nden, so der Bundesrat.<br style="clear: both;" />Aber dann: Der Bundesrat h&#228;lt den Rahmenbeschluss jedoch in fachlicher Hinsicht nicht in dem von der Kommission vorgeschlagenen Umfang f&#252;r erforderlich. Zum Nachlesen der Gr&#252;nde bitte hier Klicke. es wird nicht offen ausgesprochen, aber nat&#252;rlich geht es um die Kosten.</p>
<p>Schade, hilft also nicht so wirklich und letztlich wahrscheinlich: Viel L&#228;rm um nichts.</p>
<p>Die Unterrichtung durch die Bundesregierung: <a href="http://www.bundesrat.de/cln_099/SharedDocs/Drucksachen/2009/0601-700/657-09,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/657-09.pdf" target="_blank" class="lipdf">BR-Drs. 657/09</a> (PDF).<br />
Die Empfehlungen der Aussch&#252;sse: <a href="http://www.bundesrat.de/cln_099/SharedDocs/Drucksachen/2009/0601-700/657-1-09,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/657-1-09.pdf" target="_blank" class="lipdf">BR-Drs. 657/1/09</a> (PDF)<br />
Den Beschluss des Bundesrates: <a href="http://www.bundesrat.de/cln_099/SharedDocs/Drucksachen/2009/0601-700/657-09_28B_29,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/657-09(B).pdf" target="_blank" class="lipdf">BR-Drs. 657/09(B)</a> (PDF)</p>


<p>Siehe auch:<ol><li><a href='http://blog.strafrecht-online.de/2010/03/bundesrat-billigt-europaeisches-geldsanktionengesetz/' rel='bookmark' title='Permanent Link: Bundesrat billigt Europ&#228;isches Geldsanktionengesetz'>Bundesrat billigt Europ&#228;isches Geldsanktionengesetz</a> <small>Der Bundesrat billigte am 05.03.2010 einen Gesetzentwurf der Bundesregierung (BR-Drs. 34/10), der auf einen EU-Rahmenbeschluss zur&#252;ckgeht. Danach sollen im EU-Ausland...</small></li>
<li><a href='http://blog.strafrecht-online.de/2009/04/2-opferrechtsreformgesetz-im-bundesrat/' rel='bookmark' title='Permanent Link: 2. Opferrechtsreformgesetz im Bundesrat'>2. Opferrechtsreformgesetz im Bundesrat</a> <small>Der Bundesrat hat sich am 03.04.2009 detailliert mit dem Regierungsentwurf auseinandergesetzt, der die Rechte von Opfern und Zeugen im Strafverfahren...</small></li>
<li><a href='http://blog.strafrecht-online.de/2009/05/bundesrat-uebt-kritik-an-eu-vorgaben-bei-bekaempfung-von-kindesmissbrauch/' rel='bookmark' title='Permanent Link: Bundesrat &#252;bt Kritik an EU-Vorgaben bei Bek&#228;mpfung von Kindesmissbrauch'>Bundesrat &#252;bt Kritik an EU-Vorgaben bei Bek&#228;mpfung von Kindesmissbrauch</a> <small>Bei den europ&#228;ischen Pl&#228;nen zur Bek&#228;mpfung von Kindesmissbrauch sieht der Bundesrat das deutsche Rechtssystem nicht ausreichend ber&#252;cksichtigt. Zwar unterst&#252;tzt der...</small></li>
</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>5. Strafsenat des BGH: So geht es nicht. Gott sei Dank</title>
		<link>http://blog.strafrecht-online.de/2009/09/5-strafsenat-des-bgh-so-geht-es-nicht-gott-sei-dank/</link>
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		<pubDate>Sun, 20 Sep 2009 08:38:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Detlef Burhoff</dc:creator>
				<category><![CDATA[Entscheidung]]></category>
		<category><![CDATA[Verfahrensrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Ablehnung]]></category>
		<category><![CDATA[Beweisantrag]]></category>
		<category><![CDATA[BGH]]></category>
		<category><![CDATA[Frist]]></category>
		<category><![CDATA[obiter-dictum-Rechtsprechung]]></category>

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		<description><![CDATA[Der 5. Strafsenat des BGH warnt bzw. schert aus aus der „obiter-dictum-Rechtsprechung“ des BGH, die vor allem der 1. Strafsenat verfolgt. Den Schluss kann man wohl aus dem Beschl. v. 09.07.2009 &#8211; 5 StR 263/08 ziehen. In dem hat &#8211; bisher wenig beachtet &#8211; der 5. Strafsenat die St&#252;hle ein wenig zurecht ger&#252;ckt und darauf [...]


Siehe auch:<ol><li><a href='http://blog.strafrecht-online.de/2009/12/bgh-1-strafsenat-rudert-bei-den-beweisantraegen-zurueck/' rel='bookmark' title='Permanent Link: BGH &#8211; 1. Strafsenat rudert bei den Beweisantr&#228;gen zur&#252;ck &#8211;'>BGH &#8211; 1. Strafsenat rudert bei den Beweisantr&#228;gen zur&#252;ck &#8211;</a> <small>Die Tendenz in der Rechtsprechung des BGH hinsichtlich der Ablehnung der Beweisantr&#228;ge wegen Prozessverschleppung/Versp&#228;tung war in der Verganagenheit m.E. eindeutig...</small></li>
<li><a href='http://blog.strafrecht-online.de/2010/07/lob-von-hoechster-stelle-fuer-den-1-strafsenat-des-bgh/' rel='bookmark' title='Permanent Link: &#8220;Lob&#8221; von &#8220;h&#246;chster Stelle&#8221; f&#252;r den 1. Strafsenat des BGH &#8212;&#8212;'>&#8220;Lob&#8221; von &#8220;h&#246;chster Stelle&#8221; f&#252;r den 1. Strafsenat des BGH &#8212;&#8212;</a> <small>Der 1.. Strafsenat des BGH hat in seinem Selbstanzeigebeschluss vom 20. 5. 2010 (1 StR 577/09 quasi ein neues Selbstanzeigrecht...</small></li>
<li><a href='http://blog.strafrecht-online.de/2010/07/divergenzvorlage-zum-bgh-im-strafverfahren-wenn-es-um-die-sicherungsverwahrung-geht/' rel='bookmark' title='Permanent Link: Divergenzvorlage zum BGH im Strafverfahren, wenn es um die Sicherungsverwahrung geht'>Divergenzvorlage zum BGH im Strafverfahren, wenn es um die Sicherungsverwahrung geht</a> <small>Da habe ich gerade am 09.07.2010 zur Divergenzvorlage im Strafverfahren gebloggt (vgl. hier) und das noch als Frage gesehen, da...</small></li>
</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der 5. Strafsenat des BGH warnt bzw. schert aus aus der „obiter-dictum-Rechtsprechung“ des BGH, die vor allem der 1. Strafsenat verfolgt. Den Schluss kann man wohl aus dem <a href="http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&amp;Art=en&amp;sid=53b6e22d11844e3d2edd27d6a34bc513&amp;client=8&amp;nr=48889&amp;pos=0&amp;anz=1" target="_blank" class="liexternal">Beschl. v. 09.07.2009 &#8211; 5 StR 263/08</a> ziehen. In dem hat &#8211; bisher wenig beachtet &#8211; der 5. Strafsenat die St&#252;hle ein wenig zurecht ger&#252;ckt und darauf hingewiesen, dass die von der Rechtsprechung entwickelte Verfahrensweise zur Ablehnung von Beweisantr&#228;gen (BGHSt 51, 333; 52, 355) nach Ablauf einer hierzu gesetzten Frist, selbstverst&#228;ndlich vorsichtiger und zur&#252;ckhaltender Handhabung bed&#252;rfe. Sie werde regelm&#228;&#223;ig erst nach zehn Hauptverhandlungstagen und nicht vor Erledigung des gerichtlichen Beweisprogramms in Betracht zu ziehen sein. Voraussetzung f&#252;r eine Fristsetzung zur Stellung von Beweisantr&#228;gen seien auch bestimmte Anzeichen f&#252;r Verschleppungsabsicht im bisherigen Verteidigungsverhalten; solche hat der Vorsitzende im Zusammenhang mit der fristsetzenden Anordnung im Protokoll ausdr&#252;cklich zu bezeichnen (§ 273 Abs. 3 StPO). Man darf allerdings auch nicht &#252;bersehen, dass es gerade der 5. Strafsenat war, der die „Fristsetzungsrechtsprechung“ losgetreten hatte. In der Sache ganz interessant zu lesen: Denn der Vorsitzende beim LG hatte dem Verteidiger gerade mal einen Tag als Frist f&#252;r weitere Beweisantr&#228;ge gegeben. Das hat der 5. Senat als unangemessen angesehen. F&#252;r die Besorgnis der Befangenheit hat es aber noch nicht gereicht.</p>
<p>Sicherlich ein Schritt in die richtige Richtung. Die Fragen wird der Gesetzgeber l&#246;sen m&#252;ssen und nicht die Rechtsprechung.</p>


<p>Siehe auch:<ol><li><a href='http://blog.strafrecht-online.de/2009/12/bgh-1-strafsenat-rudert-bei-den-beweisantraegen-zurueck/' rel='bookmark' title='Permanent Link: BGH &#8211; 1. Strafsenat rudert bei den Beweisantr&#228;gen zur&#252;ck &#8211;'>BGH &#8211; 1. Strafsenat rudert bei den Beweisantr&#228;gen zur&#252;ck &#8211;</a> <small>Die Tendenz in der Rechtsprechung des BGH hinsichtlich der Ablehnung der Beweisantr&#228;ge wegen Prozessverschleppung/Versp&#228;tung war in der Verganagenheit m.E. eindeutig...</small></li>
<li><a href='http://blog.strafrecht-online.de/2010/07/lob-von-hoechster-stelle-fuer-den-1-strafsenat-des-bgh/' rel='bookmark' title='Permanent Link: &#8220;Lob&#8221; von &#8220;h&#246;chster Stelle&#8221; f&#252;r den 1. Strafsenat des BGH &#8212;&#8212;'>&#8220;Lob&#8221; von &#8220;h&#246;chster Stelle&#8221; f&#252;r den 1. Strafsenat des BGH &#8212;&#8212;</a> <small>Der 1.. Strafsenat des BGH hat in seinem Selbstanzeigebeschluss vom 20. 5. 2010 (1 StR 577/09 quasi ein neues Selbstanzeigrecht...</small></li>
<li><a href='http://blog.strafrecht-online.de/2010/07/divergenzvorlage-zum-bgh-im-strafverfahren-wenn-es-um-die-sicherungsverwahrung-geht/' rel='bookmark' title='Permanent Link: Divergenzvorlage zum BGH im Strafverfahren, wenn es um die Sicherungsverwahrung geht'>Divergenzvorlage zum BGH im Strafverfahren, wenn es um die Sicherungsverwahrung geht</a> <small>Da habe ich gerade am 09.07.2010 zur Divergenzvorlage im Strafverfahren gebloggt (vgl. hier) und das noch als Frage gesehen, da...</small></li>
</ol></p>]]></content:encoded>
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