<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
		>
<channel>
	<title>Kommentare zu: Der &#8220;Fall Kachelmann&#8221; und was man daran zeigen kann/sollte: Präjudiz vermeiden, auch wenn es schwer fällt</title>
	<atom:link href="http://blog.strafrecht-online.de/2010/06/der-fall-kachelmann-und-was-man-daran-zeigen-kannsollte-praejudiz-vermeiden-auch-wenn-es-schwer-faellt/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://blog.strafrecht-online.de/2010/06/der-fall-kachelmann-und-was-man-daran-zeigen-kannsollte-praejudiz-vermeiden-auch-wenn-es-schwer-faellt/#utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=der-fall-kachelmann-und-was-man-daran-zeigen-kannsollte-praejudiz-vermeiden-auch-wenn-es-schwer-faellt</link>
	<description>herausgegeben von RA Detlef Burhoff, RiOLG a.D.</description>
	<lastBuildDate>Wed, 08 Feb 2012 19:57:00 +0000</lastBuildDate>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.3.1</generator>
	<item>
		<title>Von: Führerschein in der Tschechei? &#124; mpu</title>
		<link>http://blog.strafrecht-online.de/2010/06/der-fall-kachelmann-und-was-man-daran-zeigen-kannsollte-praejudiz-vermeiden-auch-wenn-es-schwer-faellt/comment-page-1/#comment-1936</link>
		<dc:creator>Führerschein in der Tschechei? &#124; mpu</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 07 Jul 2010 16:06:25 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://blog.strafrecht-online.de/?p=4455#comment-1936</guid>
		<description>[...] LexisNexis® Strafrecht Online Blog » Blog Archiv » Der “Fall &#8230; [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] LexisNexis® Strafrecht Online Blog » Blog Archiv » Der “Fall &#8230; [...]</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Michael Baleanu</title>
		<link>http://blog.strafrecht-online.de/2010/06/der-fall-kachelmann-und-was-man-daran-zeigen-kannsollte-praejudiz-vermeiden-auch-wenn-es-schwer-faellt/comment-page-1/#comment-1879</link>
		<dc:creator>Michael Baleanu</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 05 Jul 2010 04:10:06 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://blog.strafrecht-online.de/?p=4455#comment-1879</guid>
		<description>Der Spiegel hat vor kurzem ein Bericht über den Bonner Oberarzt Bredel gebracht: http://tinyurl.com/3yt7c7y.

Der letzte Satz spricht Bände. Ein Anwalt soll ihm geraten haben: &quot;Krabbeln Sie auf allen vieren zum Richtertisch, und bitten Sie um zwei Jahre auf Bewährung.&quot; 

Es geht doch gar nicht mehr um die Wahrheit. Ob die Aussage, der Mann hätte sie vergewaltigt, von Gutachtern als glaubwürdig eingestuft wird oder nicht, zählt offensichtlich überhaupt nicht mehr.

Daher war die Reaktion Bredels auch verständlich: &quot;entschloss er sich zur Flucht nach vorn. So besteht er darauf, dass sein Name genannt und sein Bild gezeigt werde. Er habe nichts zu verbergen.&quot;

Das scheint die einzige Möglichkeit zu sein: Die Öffentlichkeit massiv einzubeziehen. Umso berühmter, umso leichter geht dies vonstatten.

Man muss sich aber schon fragen, ob die - im Familienrecht oft angewandte und zur Perfektion entwickelte - Methode des Missbrauchs mit dem Missbrauch, auf langer Sicht, für die wahrlich Betroffenen nicht schädlich sein wird?

Auch im Fall K liegen erhebliche Zweifel vor: Die Frau hat gelogen, als sie zunächst behauptete, dass sie am gleichen Tag einen anonymen Brief bekommen hätte. Sie musste zugeben, dass sie seit geraumer Zeit von ihren Nebenbuhlerinnen Bescheid wusste. Eine generalstabsmäßige Vorbereitung ihrer Racheaktion kann man also nicht ausschliessen.

Zu einem Klassiker wurde der Fall Amelie, &quot;Unrecht im Namen des Volkes&quot; von Sabine Rückert. Da hat es das Gericht geschafft, einer Jungfrau zu glauben, dass sie mindestens zehnmal von zwei Männer vergewaltigt wurde und liess diese beiden Männer einsperren.

Irgend wann einmal kippt die öffentliche Meinung: Einer Frau, die eine Vergewaltigung nicht gleich anzeigt, wird dann nicht mehr geglaubt.

Wäre es also nicht besser, den Richtern nahezulegen, die vorhandenen Aussagen und Gutachten endlich im Sinne des alten römischen Rechtprinzips auszuwerten: &quot;Im Zweifel für den Angeklagten&quot;?

Es gibt nämlich für alle Normaldenkenden das Prinzip der Plausibilitätsbetrachtung: Wenn, wie im Fall Amelie, die Frau noch Jungfrau ist, kann die Vergewaltigung nicht stattgefunden haben. Für diese Binsenweisheit brauche ich keinen Gutachter, sondern einen ganz normalen Menschenverstand.

Auch die Ungereimtheiten im Fall K lassen den Schluss zu, dass eine Vergewaltigung mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit nicht stattgefunden hat: Seine Haft scheint also nicht gerechtfertigt, wenn man das Prinzip &quot;Im Zweifel für den Angeklagten&quot; und das Prinzip der Ermittlungspflicht eines Strafrichters ernst nimmt.

Alles andere würde auf eine notorische Misandrie hindeuten.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Der Spiegel hat vor kurzem ein Bericht über den Bonner Oberarzt Bredel gebracht: <a href="http://tinyurl.com/3yt7c7y" rel="nofollow" target="_blank" class="liexternal">http://tinyurl.com/3yt7c7y</a>.</p>
<p>Der letzte Satz spricht Bände. Ein Anwalt soll ihm geraten haben: &#8220;Krabbeln Sie auf allen vieren zum Richtertisch, und bitten Sie um zwei Jahre auf Bewährung.&#8221; </p>
<p>Es geht doch gar nicht mehr um die Wahrheit. Ob die Aussage, der Mann hätte sie vergewaltigt, von Gutachtern als glaubwürdig eingestuft wird oder nicht, zählt offensichtlich überhaupt nicht mehr.</p>
<p>Daher war die Reaktion Bredels auch verständlich: &#8220;entschloss er sich zur Flucht nach vorn. So besteht er darauf, dass sein Name genannt und sein Bild gezeigt werde. Er habe nichts zu verbergen.&#8221;</p>
<p>Das scheint die einzige Möglichkeit zu sein: Die Öffentlichkeit massiv einzubeziehen. Umso berühmter, umso leichter geht dies vonstatten.</p>
<p>Man muss sich aber schon fragen, ob die &#8211; im Familienrecht oft angewandte und zur Perfektion entwickelte &#8211; Methode des Missbrauchs mit dem Missbrauch, auf langer Sicht, für die wahrlich Betroffenen nicht schädlich sein wird?</p>
<p>Auch im Fall K liegen erhebliche Zweifel vor: Die Frau hat gelogen, als sie zunächst behauptete, dass sie am gleichen Tag einen anonymen Brief bekommen hätte. Sie musste zugeben, dass sie seit geraumer Zeit von ihren Nebenbuhlerinnen Bescheid wusste. Eine generalstabsmäßige Vorbereitung ihrer Racheaktion kann man also nicht ausschliessen.</p>
<p>Zu einem Klassiker wurde der Fall Amelie, &#8220;Unrecht im Namen des Volkes&#8221; von Sabine Rückert. Da hat es das Gericht geschafft, einer Jungfrau zu glauben, dass sie mindestens zehnmal von zwei Männer vergewaltigt wurde und liess diese beiden Männer einsperren.</p>
<p>Irgend wann einmal kippt die öffentliche Meinung: Einer Frau, die eine Vergewaltigung nicht gleich anzeigt, wird dann nicht mehr geglaubt.</p>
<p>Wäre es also nicht besser, den Richtern nahezulegen, die vorhandenen Aussagen und Gutachten endlich im Sinne des alten römischen Rechtprinzips auszuwerten: &#8220;Im Zweifel für den Angeklagten&#8221;?</p>
<p>Es gibt nämlich für alle Normaldenkenden das Prinzip der Plausibilitätsbetrachtung: Wenn, wie im Fall Amelie, die Frau noch Jungfrau ist, kann die Vergewaltigung nicht stattgefunden haben. Für diese Binsenweisheit brauche ich keinen Gutachter, sondern einen ganz normalen Menschenverstand.</p>
<p>Auch die Ungereimtheiten im Fall K lassen den Schluss zu, dass eine Vergewaltigung mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit nicht stattgefunden hat: Seine Haft scheint also nicht gerechtfertigt, wenn man das Prinzip &#8220;Im Zweifel für den Angeklagten&#8221; und das Prinzip der Ermittlungspflicht eines Strafrichters ernst nimmt.</p>
<p>Alles andere würde auf eine notorische Misandrie hindeuten.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: n.n.</title>
		<link>http://blog.strafrecht-online.de/2010/06/der-fall-kachelmann-und-was-man-daran-zeigen-kannsollte-praejudiz-vermeiden-auch-wenn-es-schwer-faellt/comment-page-1/#comment-1828</link>
		<dc:creator>n.n.</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 30 Jun 2010 14:14:15 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://blog.strafrecht-online.de/?p=4455#comment-1828</guid>
		<description>@ 2:

die fluchtgefahr lässt sich ja noch relativ leicht begründen. ein schweizer staatsbürger mit größerem vermögen und internationalen kontakten, dem ein strafe von über 5 jahren droht.

interessanter dürfte da schon die frage sein, ob der tatverdacht wirklich dringend ist. und da wäre es für verteidiger birkenstock schon sehr ungut, wenn das olg vor dem eröffnungbeschluss klipp und klar begründet, warum der tatverdacht DRINGEND ist. das lg würde danach wohl kaum nach § 204 stpo entscheiden, weil der tatverdacht nicht einmal HINREICHEND ist.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ 2:</p>
<p>die fluchtgefahr lässt sich ja noch relativ leicht begründen. ein schweizer staatsbürger mit größerem vermögen und internationalen kontakten, dem ein strafe von über 5 jahren droht.</p>
<p>interessanter dürfte da schon die frage sein, ob der tatverdacht wirklich dringend ist. und da wäre es für verteidiger birkenstock schon sehr ungut, wenn das olg vor dem eröffnungbeschluss klipp und klar begründet, warum der tatverdacht DRINGEND ist. das lg würde danach wohl kaum nach § 204 stpo entscheiden, weil der tatverdacht nicht einmal HINREICHEND ist.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Achim Flauaus</title>
		<link>http://blog.strafrecht-online.de/2010/06/der-fall-kachelmann-und-was-man-daran-zeigen-kannsollte-praejudiz-vermeiden-auch-wenn-es-schwer-faellt/comment-page-1/#comment-1826</link>
		<dc:creator>Achim Flauaus</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 30 Jun 2010 11:26:49 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://blog.strafrecht-online.de/?p=4455#comment-1826</guid>
		<description>Alle fragen sich, wo hier die Fluchtgefahr liegen soll und weshalb diese allfällige solche nicht im Rahmen eines Außervollzugsetzungsbeschlusses in den Griff zu bekommen sein soll. Etwas schöselig sage ich, daß ich für diese Einschätzung keine vertiefte Aktenkenntnis brauche, weil dies auf der Hand liegt. Die Mannheimer Strafjustiz hat entweder Schiss vor dem Vorwurf eines Prominentenbono gehabt oder Kachelmann ist für sie der &quot;große weiße Angeklagte&quot; wie in Tom Wolffs &quot;Fegefeuer der Eitelkeiten&quot;.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Alle fragen sich, wo hier die Fluchtgefahr liegen soll und weshalb diese allfällige solche nicht im Rahmen eines Außervollzugsetzungsbeschlusses in den Griff zu bekommen sein soll. Etwas schöselig sage ich, daß ich für diese Einschätzung keine vertiefte Aktenkenntnis brauche, weil dies auf der Hand liegt. Die Mannheimer Strafjustiz hat entweder Schiss vor dem Vorwurf eines Prominentenbono gehabt oder Kachelmann ist für sie der &#8220;große weiße Angeklagte&#8221; wie in Tom Wolffs &#8220;Fegefeuer der Eitelkeiten&#8221;.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Jörg Kachelmann: Anwalt reicht Haftbeschwerde ein - Wende im Fall Kachelmann? &#124; MyVideo News</title>
		<link>http://blog.strafrecht-online.de/2010/06/der-fall-kachelmann-und-was-man-daran-zeigen-kannsollte-praejudiz-vermeiden-auch-wenn-es-schwer-faellt/comment-page-1/#comment-1824</link>
		<dc:creator>Jörg Kachelmann: Anwalt reicht Haftbeschwerde ein - Wende im Fall Kachelmann? &#124; MyVideo News</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 30 Jun 2010 07:44:17 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://blog.strafrecht-online.de/?p=4455#comment-1824</guid>
		<description>[...] am Freitag wieder zurückgenommen haben. Stattdessen reichten sie eine Haftbeschwerde ein. Grundlage für die Haftbeschwerde, wegen welcher die Haftprüfung notwendigerweise dem juristischen Prozedere entsprechend [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] am Freitag wieder zurückgenommen haben. Stattdessen reichten sie eine Haftbeschwerde ein. Grundlage für die Haftbeschwerde, wegen welcher die Haftprüfung notwendigerweise dem juristischen Prozedere entsprechend [...]</p>
]]></content:encoded>
	</item>
</channel>
</rss>

