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	<title>Kommentare zu: Neues zur Blutentnahme: 4 Ss des OLG Hamm gegen den 3 Ss</title>
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	<description>herausgegeben von RA Detlef Burhoff, RiOLG a.D.</description>
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		<title>Von: Tom Paris</title>
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		<dc:creator>Tom Paris</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Oct 2009 07:50:52 +0000</pubDate>
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		<description>Es ist eine Tendenz erkennbar, da&#223; der Rechtsschutz des B&#252;rgers hinter den finanziellen Interessen des Staates zur&#252;ckzustehen hat. Ausma&#223; und Qualit&#228;t des Rechtsschutzes sollen abh&#228;ngig sein von der jeweiligen Kassenlage. In guten Zeiten hat der B&#252;rger mehr Rechte als in Zeiten knapper Kassen. Es darf aus Sicht der Justiz anscheinend nicht sein, da&#223; ein Beschuldigter nur deshalb seiner &quot;gerechten Strafe&quot; entgeht, weil die Justiz personell unterbesetzt ist. Die Konsequenz dieser Logik: Personalabbau und die Beschneidung von B&#252;rgerrechten gehen Hand in Hand. Je weniger Geld der Staat der Justiz zur Verf&#252;gung stellt, desto mehr &quot;darf&quot; er in die Rechte der B&#252;rger eingreifen.

Tip f&#252;r die Innenminister: keine neuen Gesetze, sondern einfach den Justizhaushalt stark k&#252;rzen. Dann erledigt sich die Frage des Rechtsschutzes nach Auffassung vieler Richter ganz allein. 

Die Richter, die die Folgen der Personalnot nicht dem B&#252;rger, sondern durch Bejahung von Beweisverwertungsverboten, Verfahrenshindernissen, usw., dem Staat in die Schuhe schieben, scheinen leider in der Minderheit zu sein. W&#252;rde die Mehrheit der Richter so reagieren, w&#228;re die Politik gezwungen, die Justiz besser auszustatten, zumal die Justizhaushalte gegen&#252;ber anderen Haushaltsposten kaum ins Gewicht fallen. Die Mehrheit der Richter sieht jedoch nicht, da&#223; sie sich durch eine solche Rechtsprechung ins eigene Fleisch schneiden. Weshalb sollte die Politik die Justiz personell und finanziell besser ausstatten, wenn sie auch unter immer schlechter werdenden Bedingungen in erster Linie die Interessen des Staates und nicht die Rechte der B&#252;rger st&#228;rkt?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist eine Tendenz erkennbar, da&#223; der Rechtsschutz des B&#252;rgers hinter den finanziellen Interessen des Staates zur&#252;ckzustehen hat. Ausma&#223; und Qualit&#228;t des Rechtsschutzes sollen abh&#228;ngig sein von der jeweiligen Kassenlage. In guten Zeiten hat der B&#252;rger mehr Rechte als in Zeiten knapper Kassen. Es darf aus Sicht der Justiz anscheinend nicht sein, da&#223; ein Beschuldigter nur deshalb seiner &#8220;gerechten Strafe&#8221; entgeht, weil die Justiz personell unterbesetzt ist. Die Konsequenz dieser Logik: Personalabbau und die Beschneidung von B&#252;rgerrechten gehen Hand in Hand. Je weniger Geld der Staat der Justiz zur Verf&#252;gung stellt, desto mehr &#8220;darf&#8221; er in die Rechte der B&#252;rger eingreifen.</p>
<p>Tip f&#252;r die Innenminister: keine neuen Gesetze, sondern einfach den Justizhaushalt stark k&#252;rzen. Dann erledigt sich die Frage des Rechtsschutzes nach Auffassung vieler Richter ganz allein. </p>
<p>Die Richter, die die Folgen der Personalnot nicht dem B&#252;rger, sondern durch Bejahung von Beweisverwertungsverboten, Verfahrenshindernissen, usw., dem Staat in die Schuhe schieben, scheinen leider in der Minderheit zu sein. W&#252;rde die Mehrheit der Richter so reagieren, w&#228;re die Politik gezwungen, die Justiz besser auszustatten, zumal die Justizhaushalte gegen&#252;ber anderen Haushaltsposten kaum ins Gewicht fallen. Die Mehrheit der Richter sieht jedoch nicht, da&#223; sie sich durch eine solche Rechtsprechung ins eigene Fleisch schneiden. Weshalb sollte die Politik die Justiz personell und finanziell besser ausstatten, wenn sie auch unter immer schlechter werdenden Bedingungen in erster Linie die Interessen des Staates und nicht die Rechte der B&#252;rger st&#228;rkt?</p>
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